Pole (51) beschädigt bei Alkohol-Fahrt in Iserlohn parkende Autos und Zaun

Anwohner alarmieren die Polizei: "Da fährt jemand unsere Autos zu Brei!"

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Der 51-jährige Pole, der in Iserlohn mit 3,18 Promille im Blut am Steuer erwischt worden war, durfte seinen Rausch im Iserlohner Gewahrsam ausschlafen.

"Da fährt jemand unsere Autos zu Brei!" Dieser Anruf von Iserlohnern und die damit verbundene Alkohol-Fahrt eines Polen (51) mit einem geleasten Kastenwagen beschäftigte die Polizei mehrere Tage. Jetzt sind aber fast alle Fragen beantwortet.

Iserlohn - Am 11. Januar kurz nach 23 Uhr hatte sich der polnische Fahrer (51) eines Peugeot-Kastenwagens nach Polizeiangaben in der Lönsstraße in Iserlohn bei einer Rückwärts-Harakiri-Fahrt verfranst. Eigentlich kein Wunder bei sage und schreibe 3,18 Promille intus...

"Am Ende der 150 Meter langen Sackgasse versucht er zu drehen. Beim Hin und Her stößt er gegen drei Autos und einen Zaun. Vom Lärm geweckt, rufen die Anwohner die Polizei: 'Da fährt jemand unsere Autos zu Brei'", so die Polizei. 

Vor den alarmierten Beamten kann der Mann im Rückwärtsgang nicht mehr fliehen. Denn die versperren die Sackgasse - Endstation. Geschätzter Sachschaden: 4500 Euro.

So ging es in der Iserlohner Sackgasse weiter

"Der Fahrer steigt aus. Er kann nur stehen, weil er sich an seinem Transporter festhält. Schwankend und ungefragt überreicht er den Beamten die Fahrzeugschlüssel.

Er faselt irgendetwas, das sich anhört wie 'Wodka'. Die Polizeibeamten nehmen den 51-Jährigen mit und stellen sein Fahrzeug sicher. Der Atemalkoholtest ergibt drei Promille. Auf der Wache muss er eine Blutprobe abgeben.

Rausch im Iserlohner Gewahrsam ausgeschlafen

Weil er sich nicht ausweisen kann, nimmt ihn die Polizei vorläufig fest. Er darf seinen Rausch auf der Matratze im Gewahrsam ausschlafen. Den Führerschein stellt die Polizei am nächsten Tag in seinem Quartier sicher. 

Gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung von 900 Euro wird der Mann entlassen. Die Polizei befragt zehn Zeugen.

Fahrzeug steht noch immer beim Sichersteller

Seitdem steht sein Transporter bei einem Sichersteller, der natürlich eine entsprechende Rechnung ausstellen wird. Die Suche nach dem eigentlichen Eigentümer des Leasingwagens in Polen gestaltet sich schwieriger.

Der Führerschein liegt noch bei der Polizei. Er geht in den nächsten Tagen an die Staatsanwaltschaft. Die erteilt üblicherweise ein Fahrverbot. In diesem Fall geht der Führerschein anschließend mit einem entsprechenden Vermerk an die polnische Behörde. 

Stempel untersagt das Fahren in Deutschland

Von dort bekommt der Fahrer seine Lizenz voraussichtlich in einigen Wochen zurück - allerdings mit einem Stempel. Der untersagt für mehrere Monate das Führen eines Kraftfahrzeugs in Deutschland. Zum Glück passiert so etwas allerdings eher selten im MK.

Dieses Verfahren gilt für alle EU-Länder sowie einige Drittländer wie etwa die Türkei. Es gibt auch Punkte für Nicht-Deutsche. Es könnte ja sein, dass sie mal nach Deutschland umziehen und ihre Fahrerlaubnis umschreiben lassen müssen. Wer dann schon zu viele Punkte gesammelt hat...", so die MK-Polizei wortwörtlich. - eB

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