Party endet im Gewahrsam

110 Einsätze über die 110: Sehr viel Randale und Streitlust im MK - vor allem in Plettenberg

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Am Wochenende gab es im Märkischen Kreis mehr als 110 Einsätze wegen Ruhestörungen, Randalierern, Prügeleien oder lautstarken Streits.

Märkischer Kreis/Plettenberg - Am Wochenende waren vor allem junge Menschen im Märkischen Kreis deutlich mehr in Feier- und Streitlaune als sonst. 110 Einsätze wegen Ruhestörungen, Randalierern, Prügeleien und lauten Streits verzeichnete die Polizei. Für einen besonders uneinsichtigen 19-jährigen Plettenberger endete die Partynacht in Gewahrsam.

"An einem normalen Wochenende sind es deutlich weniger als die Hälfte an Einsätzen", ordnete Christoph Hüls von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Märkischer diese Zahl ein - verbunden mit dem Hinweis, dass naturgemäß je nach Wetterlage die Einsatzlage unterschiedlich sei. Diesmal war's offenbar besonders oft ein Zusammenspiel von Hitze und Alkohol.

In Plettenberg trieben es einige junge Erwachsene besonders bunt. So musste die Polizei am frühen Sonntagmorgen eine Party auf der Lennepromenade beende. Gegen 2.15 Uhr wurden dort mehrere lärmende Jugendliche  gemeldet. Als die Beamten eintrafen, fanden sie im Bereich des Kilian-Kirchhoff-Dammes drei Gruppen Jugendlicher, die Alkohol tranken und laut Musik hörten. Zwei Gruppen folgten der Aufforderung der Beamten, den Bereich zu verlassen.

Aus der dritten Gruppe tat sich ein 19-Jähriger hervor, der sich weigerte. Er lasse sich von der Polizei nicht das Trinken verbieten und wolle schon gar nicht gehen. Es nutzten keine Erklärungen, Hinweise auf Verordnungen und Lärm. Auch der förmliche Platzverweis und die Androhung, ihn in Gewahrsam zu nehmen, bewegten ihn nicht - bis seine Freunde ihn wegzogen.

19-Jähriger widersetzt sich Festnahme, Begleiter klaut Funkgerät eines Polizisten

Doch keine Stunde später entdeckten die Polizeibeamten den jungen Mann erneut auf einer Bank, vor einer leeren Vodka-Flasche sitzend. Als sie ihn griffen, um die angekündigte Ingewahrsamnahme zu vollziehen, sperrte er sich. Dabei fiel einem Polizeibeamten das Funkgerät herunter. Ein Unbekannter schnappte sich das Gerät, versteckte oder entwendete es. Ein ebenfalls 19-jähriger filmte die Szene mit seinem Smartphone. Die Polizeibeamten beschlagnahmten es als mögliches Beweismittel.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten und Ordnungswidrigkeiten sowie zur Durchsetzung des Platzverweises wurde der erheblich alkoholisierte junge Mann ins den Polizeigewahrsam nach Lüdenscheid gebracht. Die Polizei schrieb gegen ihn Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und einem Verstoß gegen das Landesimmissionsschutzgesetz. Eine Suche nach dem Funkgerät blieb ohne Erfolg. Es wurde umgehend gesperrt. Damit kann niemand mehr Polizeifunk abhören. Auch die Eltern des 19-jährigen bekamen in der Nacht Besuch, weil der junge Mann keine Ausweisdokumente mit sich führte.

Es war nicht der einzige Einsatz für die Plettenberger Polizeibeamten, die am Samstag neun, am Sonntag elf Einsätze wegen Ruhestörungen, Randalierern, Prügeleien oder lautstarken Streits. In den meisten Fällen in Plettenberg ließen sich die Verursacher beruhigen oder sie hatten sich vor dem Eintreffen der Streifenwagen zerstreut.

Vor dem Vorfall am Lenneufer gab es zwischen 1 und 2 Uhr mehrere handfeste Streits in der Waskebieke und in der Bahnhofstraße. Ein Beteiligter hatte die Polizei gerufen, wollte dann aber doch keine Anzeige erstatten und auch nichts zu den Vorfällen erklären.

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