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Plattform für den Draht aus Südwestfalen

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MÄRKISCHER KREIS ▪ Mehr als 60 der rund 90 deutschen Drahtziehereien sind in Südwestfalen ansässig, das über Jahrzehnte gewachsene Knowhow ist einzigartig, meint Markus Giese, Vertriebsleiter bei den Wilh. vom Hofe Drahtwerken in Altena. Ebenso sicher ist er, dass sich die heimischen Betriebe auf diesem Stand nicht ausruhen können.

Die Branche stehe, nicht zuletzt durch die Krise der vergangenen Jahre, vor großen Herausforderungen, betonte Giese gestern beim 3. Branchentag Draht in Iserlohn. Wie man denen gemeinsam begegnen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern kann, war ein Thema bei dem Treffen in der SASE, der Iserlohner Sammlung zu Städtereinigung und Entsorgung. 58 Teilnehmer aus der Drahtindustrie und den mit ihr verbundenen Branchen begrüßte gestern der Branchentag-Veranstalter, Unternehmensberater Stefan Szkudlapski.

Angesichts steigender Rohstoffpreise und der zunehmenden Bedeutung der Schwellenländer in der Drahtherstellung werden energie- und ressourcensparende Technologien immer wichtiger, erläuterte in seinem Eingangsreferat Markus Mohaupt, Branchenanalyst bei der Düsseldorfer Industriekundenbank. Der Trend gehe zu kleineren Einheiten und Leichtbauweisen. Die Drahthersteller müssten alternative Absatzmärkte erschließen, der Spielraum, steigende Preise weiter zu geben, sei begrenzt.

Möglichkeiten, Ressourcen, Energie und Kosten im technischen Ablauf zu sparen, standen dementsprechend im Mittelpunkt der Workshops, zu denen sich die Teilnehmer den ganzen Tag über in kleinen Gruppen zusammenfanden. Diesen Austausch über Branchenthemen kontinuierlich zu pflegen ist auch ein Ziel des „netzwerkdraht“, das sich im August vergangenen Jahres gegründet hat.

Netzwerk-Manager Szkudlapski und der 1. Vorsitzende Giese sehen den Zusammenschluss mit mittlerweile 28 Mitgliedern als Plattform für alle am Draht Beteiligten. Gemeinsam wolle man das Gütesiegel „Draht aus Südwestfalen“ etablieren und an den Schulen um Nachwuchs werben. Im Aufbau ist eine Wissensdatenbank zum Thema Draht. Und auch der Gemeinschaftsstand auf der wire in Düsseldorf war ein erster großer Erfolg. Jetzt denkt das „netzwerkdraht“ über die wire Moskau nach. - higo

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