Personelle Ausstattung

An diesen Schulen in Werdohl, Neuenrade und Balve fehlen Lehrer

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Einen Mangel an Lehrkräften gibt es in den heimischen Kommunen vor allem an den weiterführenden Schulen. Die Grundschulen dagegen sind personell meist recht gut aufgestellt.

Werdohl/Neuenrade/Balve - An den Grundschulen in Werdohl, Neuenrade und Balve ist die Lehrerausstattung gut bis sehr gut, an den weiterführenden Schulen fehlen dagegen bis zu 17 Prozent der Lehrkräfte. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von zwei SPD-Abgeordneten hervor.

Die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers (Würselen) und Jochen Ott (Köln) hatten im Juli nach den Stellenbesetzungen an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Land gefragt. Sie wollten damit überprüfen, ob die Landesregierung aus CDU und FDP ihre Ankündigung, der Unterbesetzung an den Schulen energisch entgegentreten zu wollen, wahr gemacht hat. 

Zumindest im Hinblick auf die Grundschulen in Werdohl, Neuenrade und Balve gab es zum Stichtag 27. September 2018 gemäß der Antwort der Landesregierung kaum Bedarf an zusätzlichen Lehrerstellen. 

Demnach verfügte die Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen über eine Personalausstattungsquote von 102,2 Prozent, die Katholische Grundschule St. Michael kam sogar auf 110,3 Prozent. 

Unter den Werdohler Grundschulen hatte nur die Gemeinschaftsgrundschule mit den beiden Standorten Königsburg und Kleinhammer etwas zu wenig Personal (95,8 Prozent). 

In Neuenrade kamen die Burgschule und die Grundschule Altenaffeln, die zu einer organisatorischen Einheit zusammengeschlossen sind, auf eine Personalquote von 108,2 Prozent. 

Von den drei Balver Grundschulen hatte die St. Johannes-Grundschule in der Innenstadt mit 119,6 Prozent die beste Personalausstattung. Mit 106,4 Prozent stand auch die St. Nikolaus-Grundschule Beckum noch gut da, während die Grundschule Drei König Garbeck mit 92,3 Prozent durchaus noch Personalbedarf hatte. 

Die Grundschulen in allen drei Städten bewegten sich damit innerhalb einer für den Märkischen Kreis üblichen Bandbreite. 

Realschule Werdohl: Deutlicher Personalbedarf

Deutlichen Personalbedarf hatte in Werdohl die Realschule: Am Köstersberg lag die Personalausstattungsquote im September 2018 nur bei 83,3 Prozent. Das war der schlechteste Wert aller zehn Realschulen im Kreis. 

Die Städtische Realschule in Balve kam beispielsweise auf eine Quote von 108 Prozent. Relativ gut ausgestattet war am Stichtag mit 102,8 Prozent auch die einzige Gemeinschaftsschule im Kreis, die Hönnequell-Schule in Neuenrade

Vergleichbare Sekundar- und Gesamtschulen in anderen Städten des Kreises erreichten die 100 Prozent in der ganz großen Mehrzahl nicht. 

Die Balver Hauptschule war vor einem Jahr mit einer Personalquote von 106,5 Prozent immer noch gut ausgestattet, obwohl ihre Auflösung zum Ende des Schuljahres 2021/22 bereits beschlossene Sache ist. 

Eine relativ schwache Personalausstattung hatte mit 89,1 Prozent die Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl. Die sechs anderen Gesamtschulen im Kreis kamen auf Quoten von zum Teil deutlich über 90 Prozent, allerdings erreichte keine die 100-Prozent-Marke. 

Besonderheiten berücksichtigen

Die schlechteste Personalausstattungsquote im Märkischen Kreis hatte übrigens die Eschenschule in Plettenberg (71, Prozent), die beste Quote hatte die Burg-Grundschule in Iserlohn (141,2 Prozent). 

Grundsätzlich bedeute eine gegenüber dem sich rechnerisch ergebenden Stellenbedarf zu geringe Personalausstattung an einzelnen Schulen nicht automatisch, dass der Unterrichtsbedarf dieser Schule nicht gedeckt werden könne, betonte das NRW-Schulministerium in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage. 

Vielmehr könne die Schulaufsicht vor Ort bestehende Besonderheiten im Rahmen der Personalzuweisung berücksichtigen. Ebenso bedeute eine rechnerisch zu hohe Personalausstattung nicht automatisch eine Überversorgung.

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