Fast 100 Filialen müssen schließen

Paukenschlag: Deutsche Bank zieht sich aus dem Lennetal zurück

 Filiale der Deutschen Bank in Plettenberg soll ebenso wie die Standorte in Altena und Sundern geschlossen werden
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Die Filiale der Deutschen Bank in Plettenberg soll ebenso wie die Standorte in Altena und Sundern geschlossen werden.

Im Januar 1967 wurde in Plettenberg eine Filiale der Deutschen Bank eröffnet – 54 Jahre später steht die heute am Umlauf ansässige Filiale in Plettenberg ebenso vor dem Aus wie die Filiale an der Kirchstraße in Altena und der Hauptstraße in Sundern.

Plettenberg/Altena - Nach der bereits vor Jahren erfolgten Schließung der Standorte in Neuenrade und Werdohl folgt nun das Aus für die beiden verbliebenen Standorte an der Lenneschiene. Die Kunden aus Plettenberg müssen nun den Weg nach Attendorn auf sich nehmen. Von Altena aus liegen die nächsten Filialen der Deutschen Bank in Iserlohn und Lüdenscheid.

Geplant ist deutschlandweit der Abbau von knapp 100 Filialen. Betroffen davon sind vor allem Großstädte und Nordrhein-Westfalen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen 37 Standorte dicht gemacht werden, darunter vier Filialen in Düsseldorf sowie jeweils drei in Köln und Essen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Übersicht auf der Homepage des Geldhauses hervorgeht. In Berlin sind insgesamt sechs Filialen betroffen, in Hamburg, München und der Bankenmetropole Frankfurt jeweils vier.

„Wir haben bei der Auswahl der Standorte darauf geachtet, dass die Wege zur nächsten Filiale im ländlichen Raum nicht zu weit werden“, sagte Philipp Gossow, der das Privatkundengeschäft der Marke Deutsche Bank in Deutschland leitet, dem „Handelsblatt“. „In den Innenstädten ist es auch möglich, mit weniger Standorten für die Kunden da zu sein.“

Übrig bleiben nach der Schließungswelle noch 400 Filialen. Rund 450 Vollzeitstellen sollen entfallen. Das Institut hatte sich jüngst mit der Arbeitnehmerseite dazu auf einen Interessenausgleich geeinigt. Die Stellen sollen sozialverträglich unter anderem mit Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen abgebaut werden. „Immer mehr Kunden nehmen Bankdienstleistungen digital in Anspruch. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend beschleunigt“, sagte Philipp Gossow abschließend.

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