Die Landtagskandidaten im Märkischen Kreis - Wahlkreis 121

Langguth (AfD): In der Schulpolitik gab es zu viele Experimente

+
Alexander Langguth: Der 41-Jährige geht sicher davon aus, in den Landtag einzuziehen

Iserlohn - Wir stellen in ausführlichen Portraits die sieben Kandidaten für den Landtagswahlkreis 121 (Märkischer Kreis I) vor: an dieser Stelle Alexander Langguth von der AfD.

Immer interessiert, aber nicht aktiv – so beschreibt Alexander Langguth seinen politischen Werdegang, der 2013 deutlich Geschwindigkeit aufnahm. Über die Diskussion um den Euro wurde er in dem Jahr auf die Alternative für Deutschland (AfD) aufmerksam und trat kurzentschlossen in die neu gegründete Partei ein.

Bereits ein Jahr später wurde er Mitglied im Iserlohner Stadtrat, wo er die dreiköpfige Fraktion führt. Kreisvorsitzender, Beisitzer im Bezirksvorstand, landespolitisch für die Social Media-Aktivitäten verantwortlich und demnächst – wenn die aktuellen Wahlprognosen eintreffen – Landtagsabgeordneter (über den Listenplatz 11): Vor wenigen Jahren hätte sich der 41-Jährige das so auch noch nicht vorgestellt, aber er ist mit Leidenschaft bei der Sache.

Wir ziehen in den Landtag ein

 „Die Stimmung im Land ist so, dass ich von einem sicheren Einzug ausgehe. Es gibt kein Politikfeld, wo es gut läuft. Deshalb gibt es auch keinen Bereich, wo die AfD überflüssig ist“, sagt Alexander Langguth. Sein persönliches Steckenpferd ist dabei die Bildungs- und Familienpolitik – nicht zuletzt weil er selbst zwei kleine Kinder hat. „Die Familienpolitik muss sich ausrichten am Kindeswohl. Es kann keine Wirtschaftspolitik sein“, ist er überzeugt. Kinder zu bekommen und die Art, wie sie erzogen werden, dürfe keine finanzielle Frage sein. „Ist es gut für Einjährige, in der Kita betreut zu werden?“, fragt er und verweist auf neue Studien, die der U3-Betreuung schädliche Auswirkungen attestieren. „Man muss sich dafür rechtfertigen, wenn man seine Kinder nicht in den offenen Ganztag schickt“, klagt er und fordert eine freiheitliche Politik: „Eltern sollten selbst entscheiden können, wie sie ihre Kinder erziehen.“

Zur Themenseite NRW-Landtagswahl 2017

Schulpolitik

Gerade in der Schulpolitik habe es in den vergangenen Jahren zu viele Experimente gegeben, meint Langguth, wie beispielsweise G 8 oder die Inklusion. „Die kostet viel Geld, aber mittlerweile sagen auch die anderen Parteien, dass sie gescheitert ist. Die Förderschulen müssen erhalten bleiben.“ Auch das dreigliedrige Schulssystem und eine Stärkung des Abiturs liegen ihm am Herzen. Der gelernte Kraftfahrzeugtechnikermeister ist im Außendienst unterwegs, hat Kontakt zu vielen Handwerkern: „Die finden keine Gesellen mehr oder haben Probleme mit den Lehrlingen.

Armutszeugnis

Für die Bildungspolitik ist das ein Armutszeugnis.“ Politik, die aus ideologischen Gründen gemacht wird, lehnt der Iserlohner ab, egal ob es um Bildung oder um Windenergie geht. „Im Rathaus werden wir für unsere Sachpolitik akzeptiert“, sagt er. Das möchte er auf Landesebene fortsetzen. Dass die AfD als demokratisch zugelassene Partei missachtet werde, dass sie als Nazis beschimpft und angespuckt werden, tue weh. „Ist das ein fairer Wahlkampf?“ Gleichwohl distanziert Langguth sich von gewissen Strömungen und Aussagen in seiner Partei: „Ich möchte nicht in einem Land leben, das von Merkel regiert wird, aber auch nicht von Björn Höcke.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare