Die Landtagskandidaten im Märkischen Kreis - Wahlkreis 122

FDP-Landtagskandidat peilt zweistelliges Ergebnis an

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FPD-Landtagskandidat Stefan Weige.

Menden - Wir stellen in ausführlichen Portraits die sieben Kandidaten für den Landtagswahlkreis 122 (Märkischer Kreis II) vor: an dieser Stelle Stefan Weige von der FDP.

Stefan Weige, am 19. November 2016 auf dem Landesparteitag der FDP in Neuss zum Kandidaten für den Wahlkreis 122 (Balve, Hemer, Menden, Plettenberg und Neuenrade) gewählt, spricht Klartext: „Wir Liberalen wollen die A 46, aber nicht mit einem Ende in Menden und nicht mit einer Brücke quer über die Stadt.“

Der 54-jährige Unternehmensberater ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und bereits einmal Großvater. Zu den Liberalen fand er 2007. Warum soll ein Wahlberechtigter ihn am 14. Mai wählen? Kämpferisch antwortet der als Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Menden tätige Politiker auf diese Frage: „Wenn Sie sich nicht mehr gänzlich bevormunden lassen und eine offene und ehrliche Politik wollen, dann sind wir richtig. FDP wählen heißt, sie stimmen ab gegen jeglichen Einheitsbrei!“

Vor Ort will er gehen, seinen gesamten Wahlkreis „durchackern“, Gespräche führen und sich den Bürgern wo immer es geht und sich anbietet, stellen. Ob als Teilnehmer auf Podien oder auf den Wochenmärkten seines Wahlkreises 122. „Ich werde präsent sein“, verspricht Weige und ist optimistisch, „für die FDP im heimischen Raum ein zweistelliges Wahlergebnis einzufahren.“

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Weige sieht im Moment im Land einen Stimmungswandel. Er nehme wahr, dass nach Jahren der „Wohlfühloase“ das Klima kippe. „Da bieten wir Liberale klare Positionen“ sagt er.“ Drei zentrale Themen hat er im Wahlkampf.

1. Die Digitalisierung mit einem guten Breitbandausbau und einem überall funktionierenden Mobilfunk auszubauen und mehr in den Blick zu nehmen.

2. Den Komplex Schule-Ausbildung und als 3. schließlich die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern.

Ländlicher Raum – dazu bekennt sich Weige ausdrücklich, meint das aber in jeder Beziehung als positive Bewertung seiner Heimat. Wahlkampf – wie geht das bei einem räumlich so auseinandertriftenden Wahlkreis eigentlich? Weige sieht darin kein Problem, meint, mit seinen drei Kernthemen „jede Kommune und die Anliegen der Wähler zu treffen. Das ist überall Thema und deshalb kümmere ich mich darum.“ Auf eine Koalititionsaussage will sich der Freiberufler nicht festlegen. „Nein, mache ich nicht“, gibt er auf entsprechende Anfrage zu verstehen und schiebt noch einmal etwas zum Thema Schule und Ausbildung nach. Das sei in den Jahren der rot-grünen Landesregierung in den vergangenen Jahrzehnten zum „Experimentierfeld verkommen. Zulasten der Kinder und jungen Leute.“

Und wie geht Stefan Weige mit den anderen Parteien, speziell der AfD um? „Nun, diese Gruppierung steht nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Sie ist nicht verboten. Es ist meine Aufgabe, mich mit deren Politik, sofern es die gibt, auseinanderzusetzen.“ Es gelte, Wählerwanderungen in diese Richtung zu verhindern. „Die FDP hat viele Alleinstellungsmerkmale, darauf setze ich.“ Und weiter fügt er an: Er werde „natürlich kein Podium verlassen, wo auch ein solcher Politiker in der Runde sitze. „Noch einmal: Ich halte es für falsch, sie zu ignorieren. Wir müssen uns mit ihnen auseinandersetzen und versuchen, auch die bisherige Nichtwählerschaft, die ihnen möglicherweise neu folgen könnte, zurückzugewinnen. Daran arbeite ich mit ganzer Kraft.“

FDP-Bundes- oder Landespolitiker werden Weige in der Heimat nicht unterstützen. Allerdings erinnert er an den Wahlkampfauftakt am 5. März in Menden, wo unter anderem Johannes Vogel, Generalsekretär der FDP NRW oder Angela Freimuth MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Land, anwesend waren. Er setze auf die „FDP-Familie“ im Kreis und allen Wahlkreisstädten – es gebe zahlreiche Neueintritte in vielen Städten und man sei innerhalb der Ortsverbände gut miteinander vernetzt und helfe sich.

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