Die Landtagskandidaten im Märkischen Kreis - Wahlkreis 122

Jörg Pyzalla: „Weiterbau der A 46 über Hemer hinaus verhindern“ 

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Landtagskandidat Bündnis 90/Grüne: Jörg Pyzalla.

Menden - Wir stellen in ausführlichen Portraits die sieben Kandidaten für den Landtagswahlkreis 122 (Märkischer Kreis II) vor: an dieser Stelle Jörg Pyzalla (Bündnis 90/Die Grünen).

Jörg Pyzalla hat ein Ziel: „Bei der Landtagswahl möchte ich ein zweistelliges Ergebnis für Bündnis 90 / Die Grünen erreichen. Wir müssen so stark wie möglich werden!“ Dafür geht der 45-jährige Wahl-Mendener, der in Schwerte/Ruhr, geboren wurde, einen ungewöhnlichen Weg. 

„Ich werde im Wortsinne im Wahlkampf Klinken putzen: An den Haustüren in den Städten meines Wahlkreises klingeln und mich vorstellen.“ Dabei geht es dem studierten Forstwissenschaftler und ehemaligem Oberleutnant der Bundeswehr „natürlich vorrangig um die Grünen und ihr Programm. Wichtig ist mir aber auch, dass die Bürger überhaupt ihr Wahlrecht ausüben. Jeder, der darf, sollte auf dieses Recht nicht verzichten!“ 

Weiteres Ziel seines Wahlkampfes ist, „dass wir in Düsseldorf die erfolgreiche Koalition mit der SPD fortsetzen.“ Und, seine Stimme wird hart und forsch: „Es gilt nach wie vor, der Weiterbau der A 46 über Hemer hinaus muss gestoppt werden. Das Projekt sollte im Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden.“ 

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Nach einem persönlichen Schicksalsschlag, Pyzalla erlitt einen schweren Unfall, musste er sich beruflich umorientieren, neu starten. Heute ist er bei der Diakonie tätig. Zu Bündnis 90/Die Grünen fand er über ein Engagement im „Internationalen Freundschaftsgarten Menden“, einem Projekt, das nach der Landesgartenschau in Hemer, wo er mitarbeitete, initiiert wurde. Heute gehört er in Menden dem Vorstand des Grünen-Ortsvereins als Beisitzer an und arbeitet als sachkundiger Bürger im Kulturausschuss sowie im Gremium für Stadtentwässerung mit. Pyzalla ist zudem stellvertretendes Mitglied im Bau- und im Sportausschuss. 

Dem gebürtigen Schwerter ist wichtig, mit den Grünen-Ortsverbänden seines Wahlkreises 122, also Hemer, Plettenberg, Werdohl, Balve, Menden und Neuenrade, „eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.“ Er allein könne im Wahlkampf nichts reißen – aber im Team schon etwas bewegen. Deshalb hat er sich auch mit einem Wahlkampfteam seines Vertrauens umgeben. „Wir harmonieren“, sagt er. 

Als Gesamtüberschrift hat er für den Urnengang im Mai das Grünen-Motto „Für die Demokratie werben“, gewählt. Deshalb hat er auch kein Problem damit auf Wochenmärkten, in der Öffentlichkeit oder auf Podien auf AfD-Politiker zu treffen. Nicht schweigen, sie ignorieren, sondern ihre Thesen entlarven, übersetzen welchen Unsinn sie verbreiten, sei der richtige Weg, den Wähler weg von dieser rechtspopulistischen Partei zu bekommen, ist sein Credo. 

Die Wälder zu schützen, vorhandene Straßen und Verkehrsinfrastruktur zu erhalten und zu optimieren, für eine offene Gesellschaft einzutreten und Extremismus in keiner noch so kleinen Nuance zu tolerieren – Pyzalla stützt sich weiterhin in seinem Wahlkampf auf grüne Kernthemen. Und: Natürlich sind der Atomausstieg, Kapitalismusbekämpfung in jeder Form, Rassismus oder das Aufhalten eines weiteren Auseinanderklaffens der sozialen Schere Themen für ihn, „über die ich mit jedem Interessierten gerne rede. Ich könnte schon hier und jetzt stundenlang darüber sprechen.“ 

Stereotype Vorhaltungen, grüne Politiker seien doch die Vertreter der „Verbots-Partei“ schlechthin, auch das hat Pyzalla schon gehört und wird es vermutlich noch hören. „Wie gesagt: Ich putze Klinken. Ich lass mich an der Haustür und wo auch immer auf Gespräche ein. Da bin ich ganz bei Parteifreund Johannes Remmel. Der, das darf ich jetzt schon verraten, wird mich im Landtagswahlkampf hier im heimischen persönlich unterstützen. Ich freu mich drauf.“

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