Die Landtagskandidaten im Märkischen Kreis - Wahlkreis 121

Manuel Huff: Reichtum richtig verteilen

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Manuel Huff ist 33 Jahre alt und gehört dem Kreistag des Märkischen Kreises für Die Linken an.

Iserlohn - Wir stellen in ausführlichen Portraits die sieben Kandidaten für den Landtagswahlkreis 121 (Märkischer Kreis I) vor: an dieser Stelle Manuel Huff von der Partei die Linke. 

„Die Linke ist die einzige Partei, die das Thema soziale Gerechtigkeit ernsthaft verfolgt“, sagt Manuel Huff. Deshalb ist er seit 2008 Mitglied und deshalb tritt er jetzt für Die Linke als Direktkandidat im Wahlkreis 121 bei der Landtagswahl an.

Wie soll Reichtum verteilt werden? Wer profitiert von der Wertschöpfung? Diese Fragen sind für Huff von grundlegender Wichtigkeit: „Die DAX-Konzerne erzielen Rekorddividenden, doch die Menschen haben heute weniger in der Tasche als vor 40 Jahren. Das versteht doch keiner.“

Seit acht Jahren in der Kommunalpolitk aktiv

Das Thema soziale Gerechtigkeit zieht sich durch alle Bereiche, die dem 33-Jährigen besonders am Herzen liegen und für die er sich seit acht Jahren aktiv in der Kommunalpolitik engagiert. Der gebürtige Mendener, in Balve-Beckum aufgewachsen, sitzt seit 2009 im Iserlohner Stadtrat und arbeitet dort als Geschäftsführer für die Fraktion Die Linke. Seit 2014 ist er außerdem Mitglied des Kreistags des Märkischen Kreises. An der Fernuniversität Hagen studiert er berufsbegleitend Politik- und Verwaltungswissenschaften und Soziologie.

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Stolz ist Manuel Huff darauf, dass er mit seiner Fraktion großen Anteil daran hatte, dass in Iserlohn die Elternbeiträge für Kita und offene Ganztagsschulen gesenkt wurden. Beitragsfreiheit und Ausbau der Kindertagesstätten sind auch Ziele, die er auf Landesebene erreichen möchte. Für den Vater einer acht Monate alten Tochter gehört dies zur Bildungsgerechtigkeit. „Alle Menschen sollen in der Lage sein, jeden Bildungsabschluss zu erreichen.“ Dass zum Beispiel Handwerksmeister, anders als Studenten, viel Geld für ihre Ausbildung bezahlen müssen, empfindet er als ungerecht.

Verkehrspolitik, Stadtentwicklung und Gemeindefinanzierung

Aus seinem kommunalpolitischen Engagement heraus hat Manuel Huff besonders Verkehrspolitik, Stadtentwicklung und Gemeindefinanzierung im Blick. So macht er sich für den fahrscheinfreien öffentlichen Nahverkehr stark: Jeder zahlt eine – sozial gestaffelte – Gebühr und kann dafür Bus fahren, wie er will. „Das würde zu einer höheren Nutzung führen“, ist Huff sich sicher – und hätte positive Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung, aber auch auf die Umsätze in den Innenstädten. Er setzt sich für eine bevorzugte Nutzung alter freier Flächen und Gebäude statt Neubauten auf der grünen Wiese ein. Und er fordert eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können.

Auf Platz 26 der Landesliste

Ob er sich dafür als Abgeordneter im Landtag unmittelbar einsetzen kann, ist ungewiss. Er steht auf Platz 26 der Landesliste der Linken, seine Bewerbung um eine aussichtsreichere Position ist knapp gescheitert. Das bedauert er: „Der ländliche Raum müsste stärker vertreten sein. Die Probleme hier sind oft andere als in den Großstädten.“ Deshalb wirbt er stark um die Erststimme: „Die Wähler sollten ihren Favoriten wählen und nicht taktisch. Scheffler und Schick waren lange genug im Landtag. Es wäre mal Zeit für einen neuen Abgeordneten.“ Dass der Partei Die Linke die Regierungsfähigkeit abgesprochen werde, sei albern. „Wir haben viele gute Dinge auf den Weg gebracht und sind in der Lage, die Gesellschaft positiv zu verändern. Wie regierungsfähig ist die aktuelle Regierung, wenn jedes fünfte Kind in Armut aufwächst?“

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