Die Landtagskandidaten im Märkischen Kreis - Wahlkreis 121

Detlef Köpke: Lokalpolitiker mit Leib und Seele

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Detlef Köpke, Landtagskandidat für die FDP.

Iserlohn - Wir stellen in ausführlichen Portraits die sieben Kandidaten für den Landtagswahlkreis 121 (Märkischer Kreis I) vor: an dieser Stelle Detlef Köpke von der FDP.

Die Talsohle der FDP scheint durchschritten zu sein. Zeit also, für eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition in Düsseldorf, findet Detlef Köpke. Der 65-jährige Iserlohner tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 121 für die Freien Demokraten an.

Die Partei sieht Köpke, der seit 1989 FDP-Mitglied ist, als die beste Wahl innerhalb des Parteienspektrums an: „Wir möchten den Einzelnen stärken, nicht den Staat.“ Während andere Parteien alles verbieten wollten und wieder andere ihren Wählern Angst machten, setze die FDP auf Vertrauen in den Einzelnen.

Schon 2012 stand der Diplombetriebswirt für den Wahlkreis 121, der die Städte und Gemeinden Iserlohn, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl umfasst, auf dem Wahlzettel. Dass ein Direktmandat für die FDP sehr unwahrscheinlich ist, stört ihn ebenso wenig wie die Tatsache, dass er sich auf keinen aussichtsreichen Listenplatz verlassen kann.

Wahlkampf mit Plakaten und Infoständen

Am wichtigsten sei es, dass es überhaupt einen Kandidaten im Wahlkreis gibt – sonst zählen die Wählerstimmen nicht. Trotzdem macht er Wahlkampf, lächelt auf Wahlplakaten und präsentiert sich an Infoständen. „Das ist zwar stressig, aber auch sehr interessant“, sagt Köpke. Dafür hat er sich in einem sogenannten Skill Camp der Partei in Düsseldorf weitergebildet.

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Sich selbst bezeichnet er als „Lokalpolitiker mit Leib und Seele“. Schon der Vater war Ratsherr, seit 2004 ist Detlef Köpke Mitglied im Rat und Fraktionsvorsitzender in seiner Heimatstadt Iserlohn. Das bringe zwar viel Arbeit, aber eben auch viel Spaß. Und wenn er wider Erwarten doch am 14. Mai gewählt wird? „Dann wechsle ich natürlich nach Düsseldorf.“ 

Ein Thema, das den erfahrenen Ratsherrn immer wieder begleitet, ist die Finanzierung der Kommunen: „Dauernd bekommen Städte und Gemeinden neue Aufgaben vom Bund übertragen, aber keine Gegenleistung dafür.“ Als Beispiel nennt er die Integration von Flüchtlingen. 

„Die beste Bildung der Welt“

Ein zweites wichtiges Thema seines Wahlkampfes: „Wir wollen die beste Bildung der Welt“, formuliert Köpke. Dazu gehöre etwa, dass die Schulen mehr Freiheiten erhielten, aber auch dass die Förderschulen erhalten bleiben. „Die Inklusion ist zwar wichtig, aber von Rot-Grün schlecht vorbereitet und ideologisch überfrachtet.“ 

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der Ausbau von Infrastruktur, etwa durch ein effizientes Baustellenmanagement. „Wir wollen, dass an den Autobahnen sechs Tage die Woche gearbeitet wird, auch nachts“, fordert Detlef Köpke. Auch den Weiterbau der Autobahn 46 bis nach Menden und darüber hinaus befürworten die Freien Demokraten. Der Breitbandausbau müsse auch den ländlichen Raum erreichen, fordert Köpke, auch vor Schulen (Stichwort Whiteboards) und Behörden (E-Government) dürfe die Digitalisierung nicht Halt machen.

Für die FDP wünscht sich Köpke auf Landesebene, dass sie nicht „Steigbügelhalter“ für eine weitere rot-grüne Koalition sei. Auch eine Zusammenarbeit mit der AfD komme nicht in Frage. „Die größten Gemeinsamkeiten haben wir mit der CDU.“ 

13 Marathons hat er hinter sich

Lange hat der Kommunalpolitiker für Coca-Cola in Menden gearbeitet. „Ein geiles Produkt“, schwärmt er noch heute. Außerdem interessiert sich Köpke für Gartenarbeit, Fotografie – und seit mehr als 20 Jahren für das Laufen. 13 Marathons hat er bereits hinter sich – etwa in Berlin, New York und auf Hawaii. Mit seiner Frau hat er ein Haus, zwei erwachsene Kinder und zwei Enkeltöchter. 

Für die bevorstehenden Wahlen zum Düsseldorfer Landtag beruft sich Köpke auf ein Zitat des FDP-Parteivorsitzenden und -Spitzenkandidaten Christian Lindner: „Wenn die Welt verrückt geworden ist, dann könnt ihr ja mal wieder etwas Vernünftiges wählen.“

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