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Neujahr 2022 im MK: Messerstich und Schuss auf Taxi - die Nacht für die Polizei

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Wie lief die Silvesternacht im Märkischen Kreis? Die Polizei berichtet unter anderem von einer Messer-Attacke auf einen 18-Jährigen und einem Schuss auf ein Taxi.

Märkischer Kreis - Der Jahreswechsel verlief für die Polizei im Märkischen Kreis vergleichsweise unruhig. Die Beamten mussten sich in der Silvesternacht unter anderem um eine Messer-Attacke auf einen 18-jährigen Mann in Iserlohn sowie um Schüsse aus einem Auto auf einen Taxifahrer kümmern. Zudem machte ein schwerer Unfall machte den Einsatzkräften zu schaffen.

KreisMärkischer Kreis
Fläche1059 km²
Einwohner408.662 (31. Dez. 2020)

Neujahr 2022 im MK: So lief die Silvesternacht aus Sicht der Polizei

Gegen 22.20 Uhr war ein junger Mann in Iserlohn mit seinem Auto schwer verunglückt. Der 22-Jährige verlor die Kontrolle über seinen 3er-BMW, schoss über eine Kreuzung hinweg rund 50 Meter weit in den Gegenverkehr. Der Wagen prallte gegen ein Baugerüst vor einem Wohn- und Geschäftshaus. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen.

Auf der Scherling Straße in Iserlohn kam es gegen 1.10 Uhr zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung aus unbekannten Gründen zwischen zwei jeweils aus drei Personen bestehenden Gruppen. Als sich die Gruppen nach dem Schlagabtausch wieder trennen wollten, attackierte ein 16-jähriger Iserlohner einen 18-jährigen Mann aus Hagen. Es kam zu einer Schlägerei zwischen den beiden. Im Verlauf der Schlägerei zog der 16-Jährige ein Messer und stach dem 18-Jährigen damit in die Brust, berichtet die Polizei. Anschließend entfernte sich der Angreifer mit seinen zwei Begleitern vom Tatort.

Neujahr 2022 im MK: Messerstich und Schuss auf Taxi - die Nacht für die Polizei

Die Polizisten konnten die beiden Begleiter des 16-Jährigen „im Nahbereich“ antreffen. Der Tatverdächtige selbst wurde an der elterlichen Wohnanschrift angetroffen. Er wurde zur Polizeiwache in Iserlohn gebracht. Der 18-jährige Hagener wurde durch den Stich verletzt. Es wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht, konnte nach der Behandlung aber wieder entlassen werden.

Bereits am Freitagnachmittag, gegen 16.20 Uhr, kam es in der Rfflingser Straße zu einer tätlichen Auseinandersetzung, so die Polizei. Durch Zufall trafen dort eine 32-jährige Frau aus Menden und ihr ehemaliger Nachbar, ein 56-jähriger Iserlohner, aufeinander. Zwischen beiden kam es bereits in der Vergangenheit zu Streit. Der 56-Jährige fuhr an der 32-Jährigen und ihrem 34-jährigen Partner vorbei. Als er die 32-Jährige erkannte, beleidigte er sie aus dem Fahrzeug heraus mehrfach. Der 56-Jährige wollte anschließend aussteigen. Der 34-jährige Lebensgefährte versuchte das zu verhindern, indem er die Fahrertür zu hielt. Letztlich schaffte es der 56-Jährige dennoch auszusteigen. Er griff einen Holzpfahl aus seinem Fahrzeug und schlug mehrere Male auf den 34-Jährigen ein, der dadurch mehrere kleine Platzwunden am Kopf erlitt. Der Tatverdächtige stieg anschließend wieder in sein Fahrzeug und fuhr davon. Die Polizei ermittelt nun wegen einer gefährlichen Körperverletzung.

Symbolbild Schreckschusswaffe
Ein unbekannter Mann hat mit einer Waffe auf ein Taxi gezielt und abgedrückt. Die Polizei fahndet nach dem Täter. © Oliver Killig

Kurz vor 22 Uhr schoss ein unbekannter Tatverdächtiger, vermutlich mit einer Schreckschusswaffe, aus einem grauen Opel Corsa auf einen zufällig vorbeikommenden Taxifahrer. Dieser wartete am Kreisverkehr „Rahmenstraße/Alexanderstraße“ in Iserlohn, als der Corsa, aus Richtung „Altstadt“ kommend, mit hoher Geschwindigkeit in den Kreisverkehr fuhr. Der Beifahrer, den der Geschädigte als jung, dunkel gekleidet und männlich beschreiben konnte, lehnte sich aus dem Fenster, zielte mit einer schwarzen Schusswaffe auf das Taxi und drückte ab. Im Bereich des Taxis schlug kein Projektil ein. Der mit vier Personen besetzte Corsa fuhr anschließend mit hoher Geschwindigkeit über die Alexanderstraße davon. Im Rahmen der Fahndung konnte das Auto nicht mehr angetroffen werden, heißt es von der Polizei. Die Beamten ermitteln nun wegen einer Bedrohung sowie eines Verstoßes nach dem Waffengesetz.

In Hennef bei Bonn ist es in der Silvesternacht zu einem traurigen Zwischenfall gekommen: Bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers ist ein Mann ums Leben gekommen. Insgesamt ist der Start ins neue Jahr für die nordrhein-westfälische Polizei vergleichsweise gut und ruhig verlaufen.

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