Neues Zentrum für Feuerwehr

Anfang des Jahres besichtigte der Bauausschuss des Kreises das Feuerwehrservicezentrum in Iserlohn – und war über die Zustände entsetzt. Gestern lag dem Gremium die Neukonzeption vor. Die erste Beratungsrunde soll heute im Kreisausschuss stattfinden.
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Anfang des Jahres besichtigte der Bauausschuss des Kreises das Feuerwehrservicezentrum in Iserlohn – und war über die Zustände entsetzt. Gestern lag dem Gremium die Neukonzeption vor. Die erste Beratungsrunde soll heute im Kreisausschuss stattfinden.

MÄRKISCHER KREIS - Das Feuerwehrservicezentrum am Standort der Berufsfeuerwehr in Iserlohn verdient inzwischen die Note ungenügend. Das Gebäude entspricht weder in baulicher noch arbeitsschutzrechtlicher Weise den aktuellen Anforderungen. Verwaltung und Politik befassen sich deshalb in den kommenden Monaten mit einer Neukonzeption.

Von Bernd Eiber

Eine interne Planungsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung und der Feuerwehr sowie ein Gutachter der Bonner Firma Formplan (Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand und Katastrophenschutz) haben Varianten vorgeschlagen.

Der Gutachter empfiehlt dem Kreis zwei Möglichkeiten:

Die kleine Lösung mit Teilauslagerung sieht einen Verbleib des Service-Bereichs mit Schlauchwäsche und Atemschutz am jetzigen Standort der Berufsfeuerwehr vor. Um dort die Dienstleistungen für die Wehren im Märkischen Kreis auch vernünftig durchführen zu können, hält der Gutachter einen umfassenden Umbau für nötig. Für den Ausbildungsbereich schlägt er eine vollständige Auslagerung vor.

„Aus logistischen und finanziellen Gründen bietet sich das kreiseigene Grundstück am Iserlohner Griesenbrauck an, das bis zum Frühjahr 2015 noch von der KDVZ Citkomm genutzt wird.“ Damit entfielen mögliche Grunderwerbskosten an einem anderen Standort – wie in Rosmart. Die KDVZ zieht in ein Gebäude auf dem Hemeraner Sauerlandpark. Für diese Variante hat der Gutachter Kosten in Höhe von 15,2 Millionen Euro errechnet.

Die zweite Idee der Bonner Experten zielt auf den größeren Wurf mit einem kompletten Umzug aller Einrichtungen zum Griesenbrauck. Kostenpunkt: 18,5 Millionen Euro.

Während der Gutachter Lösungen ohne Angliederung der Lüdenscheider Kreisleitstelle vorschlägt, empfiehlt die Projektgruppe eine Angliederung der Koordinierungsstelle. Deshalb kommt die Projektgruppe auf Kosten zwischen 18 Millionen (Mindestbedarf) und 25 Millionen Euro (Gesamtumzug).

Wegen des Zeitaufwandes für die überwiegend ehrenamtlichen Kräfte wurden Kooperationen (zum Beispiel mit Soest) nicht untersucht.

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