Neue iPads für die Vertreter des Rates

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Symbolbild

Lüdenscheid - Die Stadt will ihren 46 Ratsmitgliedern für die nächste Wahlperiode neue iPads kaufen.

Die digitale Ratsarbeit, die 2014 die bis dahin üblichen „Papierberge“ aus Beschlussvorlagen und Berichten in den Fraktionen abgelöst hat, hat sich offenbar bewährt. 

Für die nächste Ratsperiode, die nach den Kommunalwahlen im September beginnt, will die Stadt ihren 46 Ratsvertretern neue Tablets der Marke „Apple iPad 9,7“ kaufen und kostenfrei zur Verfügung stellen. 

Der Gesamtpreis für die Anschaffung wird sich laut Kalkulation der Verwaltung auf 20.140 Euro belaufen. Das geht aus einer Vorlage des Fachdienstes Organisation und IT hervor. 

In der noch laufenden Wahlperiode hatten die Ratsvertreter für ihre Arbeit Tablets benutzt, die sie sich selbst gekauft hatten. Pro Gerät hatte die Stadt ihnen dafür einen Zuschuss von 400 Euro gewährt. Dieses Zuschussmodell wird nun aufgegeben. 

Grund dafür sind die inzwischen in Kraft getretenen „Regeln für den sicheren Betrieb von Smartphones und Tablets – Verpflichtende Mindestanforderungen“ der Südwestfalen-IT (SIT). Damit setzt die SIT Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik um. 

Demnach ist die Stadt verpflichtet, aus Gründen der Datensicherheit für die zentralisierte Verwaltung aller dienstlichen Mobilgeräte zu sorgen. 

Die neuen iPads mit jeweils 32 Gigabyte Speicher sollen pro Stück 380 Euro kosten. Für die Gesamtkosten können laut Beschlussvorlage 46 Geräte für Ratsmitglieder gekauft werden. Vier weitere Tablets sollen zur fachlichen und technischen Betreuung für die zuständigen Fachdienste, zusätzlich drei als Reserve für defekte oder verlorene Geräte angeschafft werden. 

Die SIT hat die laufenden Unterhaltungskosten für die iPads mit 9 Euro pro Gerät und Monat angesetzt. Daraus ergibt sich bei 50 Geräten im Dauerbetrieb ein Betrag von 450 Euro pro Monat, entsprechend 5400 Euro pro Jahr. 

Ursprünglich sollten die Fraktionen den Vorschlag aus dem Rathaus in der nächsten Ratssitzung am 23. März absegnen, damit die Verwaltung die Maßnahme vorbereiten kann. Wegen des Coronavirus’ ist die Sitzung jedoch abgesagt.

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