Ab 1. August

Neue Fahrpreise: Fahrten mit Bus und Bahn werden im MK teurer

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Die Preise für Bustickets steigen leicht an. 

Märkischer Kreis – Fahrgäste von Bus und Bahn müssen vom 1. August an in einigen Fällen tiefer in die Tasche greifen. Es gibt aber auch einige kundenfreundliche Regelungen. 

Die Verkehrsverbünde erhöhen die Fahrpreise in Westfalen um durchschnittlich etwas mehr als zwei Prozent. Innerhalb des Märkischen Kreises bleiben die Preise in vielen Fällen konstant. Es gibt aber auch Erhöhungen. 

Die neuen Fahrpreise wurden in den Aufsichtsgremien der 62 angeschlossenen Verkehrsbetriebe in Westfalen-Lippe bereits beschlossen. Sie sollen sie in der kommenden Woche durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zentral veröffentlicht werden, wie NWL-Sprecher Uli Beele auf Anfrage erklärte. 

„Ja, es gibt eine Tarifmaßnahme zum 1. August“, bestätigt Beele entsprechende Informationen unserer Zeitung. Grundsätzlich erhöhen sich dabei im Westfalen-Tarif die Preise im Schnitt um 2,1 Prozent. Es seien aber nicht alle Ticket-Arten gleichermaßen betroffen. Es werde „veränderte“ und „optimierte“ Angebote geben. 

Im Märkischen Kreis betreffen die Erhöhungen die sehr kurzen und sehr langen Strecken. Für viele Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt dagegen alles beim Alten. So werden nach Informationen unserer Zeitung die Kurzstrecken-Tickets in Lüdenscheid um 10 Cent auf 1,20 Euro erhöht. 

Die 9-Uhr- und 24-Stunden-Tickets werden zwischen 10 und 20 Cent teurer. Wichtig dabei: Die bisher gültigen Tagestickets werden ab 1. August nicht mehr verkauft. Sie werden durch das 24-Stunden-Ticket ersetzt. Auch die Preise für die Monatstickets werden minimal erhöht. 

Die Kosten für normale Einzeltickets im Märkischen Kreis bleiben konstant bei 2 Euro. Zudem wurden mehrere kundenfreundliche Regelungen eingeführt. 

Wie die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) auf ihrer Homepage mitteilt, werden zum Beispiel Kinder unter sechs Jahren („Kindergarten-Tickets“) ab dem 1. August wieder in den Kindergarten- und Schulverkehre kostenlos befördert. Zudem entfällt das Verbot der Rück- und Rundfahrten bei Einzeltickets, das heißt: Die Fahrt der Kunden endet erst mit dem Ausstieg. 

Teurer werden die Fahrten ins Umland. Das Monatsticket nach Dortmund kostet nach Informationen unserer Zeitung ab dem 1. August im Abonnement 152,90 Euro. Bisher sind es 149,84. Zudem entfallen für die meisten Geltungsbereiche die Anschluss-tickets, die von Monats- und Abo-Ticket-Inhabern gebucht werden mussten. 

Stattdessen gibt es nun das neue Fahr-Weiter-Ticket. Es kostet zusätzlich zum Abo- oder Monatsticket 6 Euro pro Strecke und erlaubt Fahrten im gesamten Westfalen-Tarifraum – von Isselburg bis Höxter und von Rheine bis Burbach. 

Die Fahrpreise werden in Westfalen regelmäßig zum 1. August angehoben. Als Gründe gelten üblicherweise steigende Kosten für Personal und Kraftstoffe. Während die aktuellen Preissteigerungen mit etwas mehr als 2 Prozent moderat wirken, zeigen sich langfristig deutlichere Anhebungen.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind die Preise für Bus und Bahn in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die fürs Autofahren. Fahrten mit Bussen, Straßen- und U-Bahnen wurden demnach von 2000 bis 2018 bundesweit 79 Prozent teurer, die Fahrkarten der Deutschen Bahn verteuerten sich um 57 Prozent. 

Autofahrer mussten dagegen in jenem Zeitraum nur 36 Prozent mehr für Kauf und Unterhalt eines Fahrzeuges zahlen. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten verteuerten sich von 2000 bis 2018 um 30 Prozent.

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