Regionale 2025

"5G*meinden" wollen den ersten Stern

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Der Auftakt mit der Ideensammlung für die Regionale 2025 fand im Mai statt.

Halver/Volmetal - Als „5G*meinden“ bewerben sich die Kommunen Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und Herscheid gemeinsam um den ersten Stern der Regionale 2025.

Als Regionale-Beauftragter der Kommunen Oben an der Volme hat Thomas Gehring am Freitag das Konzept der beteiligten Städte und Gemeinden bei der Südwestfalen-Agentur eingereicht. 

Erarbeitet wurde es auf Grundlage der eingereichten Ideen und Projektvorschläge, die aus der Bürgerschaft, aus Politik, Vereinen und Verbänden in den vergangenen Monaten in den Regionale-Prozess hineingetragen worden sind. Gesammelt und bewertet wurden sie im Anschluss durch das Büro nonconform, das die Ideen in der insgesamt 140-seitigen Bewerbung gebündelt hat. 

Verschiedene Oberbegriffe

Mobilität im ländlichen Raum, Gesundheitswesen, Bildung, vernetzte Arbeitswelten, Lebendige Orte und Kultur sind dabei die Oberbegriffe, mit denen sich die beteiligten Städte und Gemeinden um eine Förderung und damit zukunftsweisende Entwicklung bewerben wollen. 

Das Konzept liege noch unter „Gremienvorbehalt“, sagen im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger Thomas Gehring und Halvers Bürgermeister Michael Brosch. Konkret bedeutet das, dass die offizielle Vorstellung in den  kommenden Ratssitzungen dieses Jahres erfolgen wird. Sollten die Gremien der Südwestfalen-Agentur den Ideen und Überlegungen der Volme-Kommunen folgen, könnte das noch in diesem Jahr den ersten Stern im Bewertungsverfahren der Regionale bedeuten. 

Im Klartext: Bei der Regionale 2025 handelt es sich nach 2013 um die zweite Strukturfördermaßnahme des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Programm lenkt erhebliche, im Vorfeld aber noch nicht bezifferbare finanzielle Mittel in eine Region, die damit Priorität genießt, wenn es um den Zugriff auf vorhandene Fördertöpfe geht. 

So läuft das Bewertungsverfahren

Das Bewertungsverfahren sieht vor, dass „herausragende konzeptionelle Ideen“ zunächst vom Regionale-Beirat dem Regionale-Ausschuss empfohlen werden. Stimmt auch der zu, erhält das Projekt den ersten von drei Sternen. Im zweiten Durchgang werden die Vorhaben ausgearbeitet und weiter qualifiziert für den zweiten Stern. Den dritten Stern gibt es schließlich für das Feinkonzept – dann verbunden mit einer verbindlichen Förderzusage. Zu bewerten und zu kanalisieren waren im Vorfeld der jetzt eingereichten Bewerbung mehr als 2000 Ideen aus der Bürgerschaft. Nicht alle davon konnten naturgemäß Berücksichtigung finden, weil sie dem Kernkonzept nicht oder nicht ausreichend entsprachen, erläutert Gehring das Verfahren. 

Viel los beim Regionale-Auftakt im Kulturbahnhof.

„DNA“, das heißt „digital, nachhaltig oder authentisch“, müssen die Vorschläge sein. Doch was sich auf der frei zugänglichen Ideenwand wiederfindet, ist damit nicht verloren. Gute Ideen, sagt Brosch, ließen sich möglicherweise auch in direkter Absprache zwischen Kommune und Ideengeber umsetzen. Der Südwestfalen-Agentur vorgeschlagen werden nun „Leuchttürme“, „Maßnahmenbündel“ und „Satelliten“. 

Beispiele für Ideen

Ein Beispiel: Als Leuchtturm genannt wird ein Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum – als Maßnahmenbündel die Entwicklung der Region zum gemeinsamen Kulturraum. „Satellit“ und passendes Projekt im Bündel wäre eine Event- und Mehrzweckhalle, wie sie für die Stadt Halver im Bereich der Susannenhöhe im Gespräch ist. Weiterer Leuchtturm in Halver: das angedachte Kreativ.Quartier.Wippermann oder ein Digital Hub als vielseitige digitale Lernplattform für Schule, Industrie und weitere Partner. 

Das zentrale Anliegen der Volmekommunen schlägt sich aber bereits in der Namensgebung nieder. Alle „5G*meinden“ seien für die angestrebte engere Vernetzung des Raumes mit mehr als 70 000 Einwohnern auf die flächenmäßig deckende Erschließung durch das digitale Netz sowohl mobil wie auch über schnelle Internet-Leitungen.

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