Diesmal Säule in Plettenberg-Ohle am Bahnübergang betroffen

Nächste Farb-Attacke auf einen Blitzer im Kreis: "Schmierfinken" identisch? - Das sagt die Polizei

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[Update, Sonntag, 19.13 Uhr] Plettenberg - Wer mag da an einen Zufall glauben? Nur zwei Tage nach einer Farb-Attacke auf den so genannten "Enforcement Trailer" auf dem Höhenweg (L655) zwischen Werdohl und Lüdenscheid wurde jetzt im Lennetal der nächste Blitzer mit Farbe außer Gefecht gesetzt. Am Sonntag hat die Polizei Stellung genommen.

Nach Informationen unserer Redaktion erwischte es diesmal den "lukrativsten" Blitzer im gesamten Märkischen Kreis - nämlich die Säule am Bahnübergang Brüninghausen auf halber Strecke zwischen Ohle und Teindeln, wo das Tempolimit außerorts bei 30 km/h liegt.

Wie unser Foto zeigt, wurde rote Farbe auf die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage aufgebracht. Den ersten Verkehrsteilnehmern sollen die Schmierereien am Samstagmittag aufgefallen sein.

Am Donnerstagmorgen war aufgefallen, dass der mobile Anhänger zur Geschwindigkeitsüberwachung des Märkischen Kreises ("Enforcement Trailer") mit schwarzer Farbe besprüht worden war, der auf dem Höhenweg (L655) zwischen Werdohl und Lüdenscheid stand.

So äußerte sich am Sonntag die Polizei

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie war um 14.25 Uhr am Samstag zum Bahnübergang gerufen worden. „Da es noch keine Hinweise zu den Tätern gibt, kann bisher auch kein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen hergestellt werden“, heißt es auf Anfrage von der Polizei.

Es handle sich um eine andere Farbe und kein Muster. Deshalb könne es sowohl der gleiche Täter gewesen sein als auch ein Trittbrettfahrer - oder gar völliger Zufall. 

Allerdings werde die Kriminalpolizei den Fall mit einbeziehen, hieß es am Sonntag. Für eine gemeinschädliche Sachbeschädigung (Gegenstand des öffentlichen Nutzens) reicht das Strafmaß von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

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Der Blitzer hat sich "bewährt"

Der Blitzer am Bahnübergang Brüninghausen ist im Märkischen Kreis und in ganz NRW ein Unikat. Nirgendwo sonst wird an einer Stelle, an der außerorts 30 km/h vorgeschrieben sind, dauerhaft gemessen. 

Nicht, weil dort die Autofahrer abgezockt werden sollen, sondern weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen auf genau diesem Streckenabschnitt gekommen war.

Der Blitzer hat sich in den letzten Jahren "bewährt": Binnen zwölf Monaten werden dort immer zwischen 13.000 und 15.000 Verstöße erfasst.

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