40 Termine abgesagt

Nach Todesfall und Ärzte-Brandbrief: Impfzentrum MK stoppt Astrazeneca-Impfung

Impfstoff-Fläschchen des Herstellers Astrazeneca stehen während der Impfung von Mitarbeitern des städtischen Krankenhauses in Coria auf dem Tisch. Nach Deutschland und anderen Ländern hat am Montag auch Spanien die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt.
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Impfstoff-Fläschchen des Herstellers Astrazeneca stehen während der Impfung von Mitarbeitern des städtischen Krankenhauses in Coria auf dem Tisch. Nach Deutschland und anderen Ländern hat am Montag auch Spanien die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt.

Die Nachricht erreichte die Ärzte im Impfzentrum Lüdenscheid am Nachmittag. Der sofortige Stopp der Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff wurde angeordnet. Zuvor hatte ein Brandbrief der Uni-Kliniken auf gefährliche Nebenwirkungen insbesondere für Frauen hingewiesen.

Anlass für den Brief, der am Dienstag das NRW-Gesundheitsministerium erreichtre: Nach der Impfung mit Astrazeneca hatten sich in einigen wenigen Fällen Thrombosen gebildet, mindestens eine Frau starb offenbar an den Folgen der Impfung. Laut den Ärzten der Uni-Klinik ist das Risiko der Nebenwirkungen gerade für Frauen zwischen 20 und 29 größer als der Nutzen.

Am Dienstagnachmittag zog das NRW-Gesundheitsministerium die Reißleine. Im Impfzentrum des Märkischen Kreises wurde die Verimpfung mit Astrazeneca daraufhin sofort gestoppt.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte am Dienstagnachmittag einen sofortigen Stopp der Impfungen von unter 60-jährigen Frauen und Männern mit dem Impfstoff der Firma AstraZeneca verfügt.

Die Verantwortlichen im Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid haben daraufhin nach Angaben des Märkischen Kreises entschieden, alle Impfungen mit AstraZeneca direkt zu stoppen, unabhängig vom Alter oder dem Geschlecht der Impflinge. Betroffen davon waren am Dienstag 40 geplante Impfungen im Impfzentrum Lüdenscheid. Einige Betroffene wurden vor Ort über das Aus informiert und mussten ungeimpft den Heimweg antreten.

Die 40 Betroffenen können sich nach Kreis-Angaben per E-Mail ( hotline-lsiz@maerkischer-kreis.de ) an das Impfzentrum wenden und erhalten umgehend einen neuen Termin. Die mit diesem Vakzin für die nächsten Tage vereinbarten Termine werden wie vorgesehen stattfinden. Verimpft wird statt Astrazeneca dann der Impfstoff von Biontech.

Impfungen, die mit AstraZeneca vorgesehen waren, finden ab Mittwoch, 31. März, ganz regulär statt. Dann wird statt mit AstraZeneca mit BioNTech und Moderna geimpft. Bis Ostermontag betrifft das insgesamt 260 Impfungen.

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