Erste Infektionen bei Reiserückkehrern

MK verrät, wie viele Unter-18-Jährige wegen Corona im Krankenhaus behandelt wurden

Ein Kinderarzt hört am Klinikum Stuttgart ein Kleinkind ab
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Immer mehr Ärzte warnen vor Corona-Spätfolgen bei Kindern und Jugendlichen - wenn sie schwer erkranken. Das passiert aber nur selten (Symbolbild).

Die Impfquote steigt und steigt, dennoch wird vor einer Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus weiterhin gewarnt. Entscheidend ist dabei auch, wie schwer junge Menschen an Corona erkranken. Der Märkische Kreis hat dazu Zahlen veröffentlicht.

Trotz Bemühungen der Kreise um ein differenzierteres Modell zur Beurteilung des Infektionsgeschehens vor Ort zählt immer noch einzig der Inzidenz-Wert. Dabei ist die Infektionslage derzeit alles andere als dramatisch, trotz leicht steigender Tendenz. So sind von den 35 Infizierten, die in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden, lediglich drei älter als 50 Jahre. Jeder dritte Infizierte ist zwischen 10 und 19 Jahre alt.

Das Risiko, schwer an Covid zu erkranken ist bei Jüngeren sehr gering. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 2 602 Infizierte aus dem Märkischen Kreis im Krankenhaus behandelt. Davon waren 36 Patienten jünger als 18 Jahre, wie Kreissprecher Bange mitteilte. Das entspricht einem Anteil an allen Hospitalisierungen von 1,4 Prozent. Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19 gab es in dieser Altersklasse nicht. Der jüngste der 415 Corona-Toten im Kreis starb im Alter von 39 Jahren.

Die Gesundheitsämter wünschen sich, dass vor allem die Belastung in den Krankenhäusern bei der Lagebeurteilung berücksichtigt wird. Dort gab es zuletzt kaum noch Neuaufnahmen. Derzeit liegen noch fünf Covid-19-Patienten im Krankenhaus, davon einer auf der Intensivstation.

Wie der Kreis mitteilte, sind unter den derzeit noch 56 Infizierten auch Reiserückkehrer aus Russland, Griechenland, Türkei und Spanien. Bei ihnen wurde zumeist die Delta-Variante nachgewiesen.

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