Mehrsprachige Impfinfos werden vorbereitet

MK macht Tempo beim Impffortschritt - Termine für Lehrer am Wochenende

Impffortschritt im Märkischen Kreis (Stand 29. April).
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Impffortschritt im Märkischen Kreis (Stand 29. April).

Die Zahl der Geimpften im Märkischen Kreis steigt derzeit jeden Tag um mehrere tausend Menschen an. Allein am Mittwoch wurden nach Kreisangaben mehr als 5.500 Personen geimpft. Zudem werden am kommenden und darauffolgenden Wochenende 2.700 Termine für Lehrer freigegeben. Die Lehrer wurden über ihre Schulen informiert. Hier gibt es die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Bis zu 20 Prozent der Termine im Impfzentrum werden von den Impflingen nicht wahrgenommen. Ist es richtig, dass am Impfzentrum in Lüdenscheid und an der Impfstelle in Iserlohn die übriggebliebenen Impfdosen abends an Begleitpersonen und andere Impfwillige verimpft werden?

Der Kreis verneint diese Frage nicht ausdrücklich, appelliert allerdings dringend, die Impfzentren nicht abends ohne Termine aufzusuchen, um eine Impfung zu erhalten. Es blieben bei Betriebsschluss keine Impfdosen übrig. „Wir achten in unserem Ablauf sehr genau darauf, dass nicht mehr Impfdosen vorbereitet werden, als Patienten vor Ort sind oder Termine gebucht wurden“, heißt es aus dem Impfzentrum. Es würden keine Impfdosen weggeworfen. Maximal könnten durch die penible Planung lediglich sechs Impfdosen übrig bleiben. „Diese werden, um keinen Impfstoff wegzuschmeißen, an das berechtigte Personal des Impfzentrums verimpft oder an Begleitpersonen“, schreibt der Kreis. Vor dem Impfzentrum auf übriggebliebene Impfungen zu warten, sei nicht nötig. „Eine Warteliste oder dergleichen gibt es nicht.“

Was spricht aus Sicht des Kreises für eine Aufhebung der Impfpriorisierung?

Der Kreis antwortet: „Eine Aufhebung der Priorisierung schafft voraussichtlich einheitliche Buchungen und weniger Bürokratie. Wir als Kreis haben das Land schon vor einiger Zeit auf diesen Sachverhalt hingewiesen.“ Gleichwohl richte man sich wie bisher nach den Vorgaben von Bund und Land.

Die Stadt Köln schickt mobile Impfteams in soziale Brennpunkte. Hat der Kreis ähnliche Pläne?

Die Strukturen der Großstadt Köln und des Flächenkreises Märkischer Kreis lasse sich nicht vergleichen, heißt es aus dem Kreishaus: „Wir warten hier die Vorgaben des Landes ab.“

Ist es richtig, dass impfberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund bei den bisher im Kreis durchgeführten Impfungen unterrepräsentiert sind?

Dazu hält sich der Kreis bedeckt. Immer wieder erreichen die Redaktion Hinweise, dass bei Impfberechtigten, die Wurzeln in Osteuropa oder teils dem Nahen Osten haben, die Impfbereitschaft relativ gering sei. Das führte unter anderem dazu, dass in einigen Altenheimen Impfquoten von weniger als 50 Prozent beim Personal erreicht wurden. Der Märkische Kreis weicht in seiner Antwort aus. „Wir führen zur Herkunft der Geimpften keine Statistik, da es auch für die Berechtigung zur Buchung unerheblich ist.“ Gleichzeitig gibt es im Kreishaus aber offenbar ein Problembewusstsein. Derzeit arbeite man „an mehrsprachigem Informationsmaterial, um angemessen über die Impfungen aufzuklären“, sagte ein Sprecher.

Wie schätzt der Kreis die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ein?

Der Kreis antwortet: „Die Termine, die wir freischalten, sind sehr gefragt und wir erhalten viele positive Rückmeldungen.“

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