In einer ehemaligen Industriehalle

Im Norden vom MK: Zweites Impfzentrum kommt bald

Industriehalle Dröschede
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In einer ehemaligen Industriehalle in Iserlohn-Dröschede wird schon bald geimpft.

Nach monatelangem Ringen bekommt der Märkische Kreis sein zweites Impfzentrum. „Das ist ein Tag von sehr großer Freude für die Leute im Märkischen Kreis. Ich könnte wirklich Luftsprünge machen“, sagte Landrat Marco Voge, als er am Montagnachmittag in den Räumlichkeiten der ehemaligen Iserlohner Schlauchsystemfirma Kottmann/Unisan stand.

Märkischer Kreis – Schon Anfang April sollen hier die ersten Senioren aus dem Nordkreis geimpft werden. Hinter Voge liegen Wochen und Monate der Unsicherheit. In der Kreisverwaltung sowie im Impfzentrum stehen die Verantwortlichen bereits seit mehreren Wochen in den Startlöchern, um neben dem Lüdenscheider ein zweites Impfzentrum im Nordkreis zu installieren.

LandkreisMärkischer Kreis
LandratMarco Voge (CDU)
VerwaltungssitzLüdenscheid

Seit 1. Februar zahlt der Märkische Kreis sogar schon Miete für die ehemalige Industriehalle in Iserlohn-Dröschede. Nachdem NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann seinen Erlass am Montagmittag vorgelegt hat, gibt es nun Gewissheit, dass die Bemühungen nicht umsonst waren. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Wir haben jetzt einen konkreten Zeitplan“, erklärt der Landrat, der sich vor allen Dingen für die Senioren im Nordkreis freut, die bisher keinen Impftermin gemacht haben.

Im Norden vom MK: Zweites Impfzentrum kommt bald

„Vielen ist die A45 als Nadelöhr ein Hemmnis gewesen. Die Fahrten aus dem Nordkreis zum Lüdenscheider Impfzentrum sind sehr weit.“ Auch mit dem Öffentlichen „Nahverkehr“ (ÖPNV) sei es eine weite Reise in die Bergstadt. Als Beispiel dafür nannte Voge seine Heimatstadt Balve. Von dort brauche man mit dem ÖPNV bis zu zwei Stunden, um am Lüdenscheider Impfzentrum anzukommen, rechnete der Landrat vor.

Landrat Marco Voge stellt das Impfstraßen-Modell für Iserlohn vor.

Dafür dient das Iserlohner Impfzentrum ab dem kommenden Monat als Alternative. „Wir haben die interne Planung stetig vorangetrieben“, sagt Voge und meint damit, dass eine Reihe von Aufgaben in den nächsten Wochen abgearbeitet werden muss. Reinigungs- und Sicherheitsdienst werden engagiert, zudem wird ein Messebauer wie bereits im Lüdenscheider Impfzentrum einen neuen Boden verlegen und das nötige Mobiliar beschaffen. Nachdem der Messebauer sein Werk verrichtet hat, ist die IT-Abteilung an der Reihe, die einige hundert Meter Kabel installieren muss. Zum Vergleich: Im Lüdenscheider Impfzentrum sind zwei Kilometer Kabel verlegt.

Im Norden vom MK: Zwei Impfstraßen geplant

Auch in puncto Impfstraßen gibt es einen klaren Plan: Das Ziel ist, zügig zwei Impfstraßen mit jeweils 20 zu impfenden Personen pro Stunde einzurichten. Diese werden in einer separaten Impfkabine geimpft.

Somit können dort am Tag bis zu 500 Personen und auf den Monat gerechnet 14 500 Personen zusätzlich geimpft werden. Zusammengerechnet mit den bereits sechs bestehenden Impfstraßen in Lüdenscheid könnten im gesamten Märkischen Kreis 58 000 Personen pro Monat geimpft werden. Damit läge der Kreis 10 000 Personen über der Erlassvorgabe des Landes.

Ab wann die Termine für das Iserlohner Impfzentrum freigeschaltet sind, konnte Voge nicht beantworten. Dies läge im Zuständigkeitsbereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Ebenso wie die Rekrutierung des medizinischen Personals sowie die genaue Terminplanung.

Um zusätzliche Verwaltungsmitarbeiter vor Ort zu bekommen, hofft Voge auf Unterstützung der Bundeswehr. Dazu will er kurzfristig ein Hilfeersuchen an Generalmajor Carsten Breuer stellen.

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