Beim Toten soll es sich um einen Senioren aus der Stadt handeln

Wieder endet Vermisstenfall in Menden tragisch: Wasserleiche geborgen 

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Wasserretter der Feuerwehr Balve bargen die Leiche in Menden aus der Hönne.

Fünf Wochen und einen Tag, nachdem die zehnjährige Lia nach langer Suche tot aus der Ruhr geborgen worden war, ist in Menden erneut eine Wasserleiche gefunden worden.

  • Erneut ist in Menden (NRW) bei Dortmund wohl eine Vermisstensuche tragisch zuende gegangen.
  • Am Montagmittag wurde die Leiche eines älteren Mannes aus dem Fluss Hönne geborgen.
  • Wenige Wochen zuvor hatte die Suche nach Lia (10) Menden in Atem gehalten, die tot in der Ruhr gefunden worden war.

Menden - Aller Wahrscheinlichkeit nach ist am Montagmittag in Menden (NRW) ein bis dato vermisster Senior tot aus der Hönne geborgen worden.

Bei dem Toten soll es sich um jenen älteren Mann handeln, der mit seinem Fahrrad unterwegs gewesen, dann aber nicht nach Hause zurückgekehrt war. Das berichtet COME-ON.de*.

Menden: Fahrrad des Vermissten war gefunden worden

Angehörige hatten auch über soziale Netzwerke um Hinweise auf den Verbleib des Mannes gebeten.

Das Fahrrad des Senioren war im Bereich der Hönne gefunden worden, von dem Mann selbst fehlte indes bis Montagvormittag jede Spur.

Angehöriger hatte Vermissten selbst in Menden gesucht

Nach Informationen unserer Redaktion hatte sich ein Angehöriger des Vermissten am Montag dann selbst auf die Suche begeben und machte tatsächlich in der Mendener Innenstadt auf Höhe des Parkplatzes Schlachthof bzw. Obere Promenade die schlimme Entdeckung.

Am rechten Ufer hatte sich augenscheinlich ein menschlicher Körper in Ästen und Sträuchern verfangen, Schuhe und Beine waren für Spaziergänge, die genau hinsahen, zu erkennen. 

Waserretter aus Balve bergen Vermissten in Menden

Der besagte Angehörige soll auch selbst Polizei und Feuerwehr alarmiert haben. Für die Dauer der Bergung der Leiche wurde der Mann indes vom Einsatzgeschehen weggebracht.

Wasserretter der Feuerwehr Balve, die schon im Februar 2020 beim Vermisstenfall Lia mehrfach in Menden im Einsatz gewesen waren, wurden hinzugerufen, weil der Pegel der Hönne immer noch sehr hoch ist - bei einer entsprechenden Fließgeschwindigkeit.

Um 13.20 Uhr schließlich konnte die Wasserleiche unweit des Schulhofes des angesichts des Coronavirus' verwaisten Städtischen Gymnasiums an der Hönne über das steile Ufer zum Parkplatz Schlachthof hin geborgen werden.

Leichenschau soll Identität des Mannes zweifelsfrei klären

Ein Mendener Bestattungsunternehmen transportierte die Leiche ab. Sehr zeitnah wird die Leichenschau stattfinden, um die Identiät des Mannes zweifelsfrei zu klären.

Vor Ort hieß es aber bereits von den Einsatzkräften, dass es sich mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit um den vermissten Rentner aus Menden handeln dürfte.

Noch keine Entscheidung über Obduktion gefallen

Ob der Mann durch einen Unfall ins Wasser gefallen oder aber Suizid begangen hat, ist völlig unklar. Die Leichenschau soll auch klären, ob es äußere Anzeichen für ein Kapitalverbrechen gibt.

Auch die Frage, ob die Leiche obduziert wird, ist noch nicht entschieden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten die Straße Obere Promenade sowie den Parkplatzbereich für die Dauer des Einsatzes ab. Es kam dabei zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen.

Hinweis der Redaktion:

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen dann eine Ausnahme, wenn durch den Fall die Öffentlichkeit betroffen ist oder wenn besonders viele Menschen betroffen sind. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, beispielsweise bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer 0800-1110111.

COME-ON.de* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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