Am Freitagabend in Menden

Flasche abgebrochen und Opfer brutal ins Gesicht geschlagen: Angriff schockt Passanten

Im St. Vincenz-Krankenhaus wurde der Schwerverletzte erstversorgt und dann nach Dortmund verlegt (Symbolbild).
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Im St. Vincenz-Krankenhaus wurde der Schwerverletzte erstversorgt und dann nach Dortmund verlegt (Symbolbild).

Laue Sommernacht, rappelvolle City, Live-Musik - und dann plötzlich Schreie, ein Schwerverletzter und ganz viel Blaulicht: Das alles passierte am Freitag in Menden.

  • Die Polizei im Märkischen Kreis fahndet nach einem unbekannten Mann.
  • Der zerschlug eine Flasche und schlug seinem Opfer damit ins Gesicht.
  • Der Schwerverletzte musste noch in der Nacht nach Dortmund verlegt werden.

Menden - Die Veranstaltung "Sommer Shopping" sorgt am Freitag (31. Juli) für eine rappelvolle Mendener Innenstadt. Bei einem Optiker spielt live die Band "Karamba", die Musik wird in der gesamten City übertragen.

Zwischen den bis 22 Uhr geöffneten Geschäften flanieren Pärchen, Freunde und Familien. In den Biergärten sitzen von Bahnhofstraße bis Marktplatz Hunderte bei fast 30 Grad und genießen die herrliche Atmosphäre - bis eine Stunde nach Veranstaltungsende plötzlich die lauten Schreie zahlreicher junger Männer für Aufsehen sorgen und zahlreiche Blicke auf sich ziehen.

Sofort zücken mehrere von der Gewalt geschockte Passanten ihre Handys und alarmieren über den Notruf die Polizei, während am Tatort der Verletzte und ein Kumpel zurückbleiben. Die aggressive Angreifergruppe löst sich in alle Richtungen auf.

Brutaler Angriff in Menden: Angreifer verschwinden in der Altstadt

Als Minuten später Polizeibeamte aus zwei Richtungen eintreffen, sind der Tatverdächtige und seine Begleiter längst in den verwinkelten Gassen der Altstadt verschwunden. Die Besatzung eines Rettungswagens kümmert sich inzwischen um den Schwerverletzten.

Der ist 28-Jahre alt und kommt aus Iserlohn. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei hat ihm ein Unbekannter den abgeschlagenen Hals einer Bierflasche ins Gesicht geschlagen und ihn so übel zugerichtet, dass er noch in der Nacht aus dem St. Vincenz-Krankenhaus ins Klinikum Dortmund verlegt werden muss.

Brutaler Angriff in Menden: Verbale Provokation geht voraus

Polizeibeamte sichern die Scherben der Bierflasche in einem großen Müllsack, vernehmen Zeugen. Zehn sind es am Ende, die meisten mit syrischer Staatsbürgerschaft, andere sind staatenlos, wieder andere auch Deutsche.

Das alles passiert am Freitagabend kurz vor 23 Uhr aus nichtigem Anlass. Als der 28-Jährige mit seinem Bekannten aus Menden (29) über die Bahnhofstraße in Richtung St. Vincenz-Kirche schlendert, sitzt die Gruppe der geschätzt 10 bis 13 Angreifer rund um eine Bank.

Es gibt eine erste verbale Provokation nach bekanntem Muster ("Was guckst du so?"), ein Wort ergibt schnell das andere. Dann aber eskaliert die Situation auf der Hauptstraße zwischen Altem Rathaus/Stadtbücherei und Telekom-Laden vor den Augen und Ohren vieler Kneipen- und Restaurantgäste.

Brutaler Angriff in Menden: Patient nach Dortmund verlegt

Ein Angreifer schnappt sich eine leere Flasche, die auf einem Stromkasten steht, zerschlägt sie und schlägt dem 28-Jährigen damit heftig ins Gesicht. Die Verletzungen sind schlimm - so schlimm, dass die Ärzte im Krankenhaus Menden entscheiden, dass der Patient in Dortmund weiterversorgt werden muss.

Der junge Mann, der hemmungslos zur Flasche gegriffen und brutal zugeschlagen hat, soll 1,80 Meter groß gewesen sein, ein weißes Hemd und eine Jeans getragen haben. Das wiederum wird plötzlich einem anderen jungen Mann aus dem Nichts heraus zum Verhängnis.

Brutaler Angriff in Menden: Passant von Polizei unwirsch angesprochen

Polizeibeamte erblicken ihn von hinten, laufen ihm hinterher und fordern ihn dann ziemlich unwirsch in der Ansprache auf, sofort stehen zu bleiben und sich umzudrehen. 

Der verdutzte Mann mit Freundin an der Hand staunt und ist sprachlos, als er seine Hände vorzeigen soll - der Polizist auch: "Sorry, sie passen auf die Beschreibung eines anderen." Der Mann hat keine Verletzungen und kein Blut an den Händen.

Die Polizei führt die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt und bittet mögliche weitere Zeugen, sich unter der Telefonnummer 02373-90990 zu melden.

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