Polizei erwischt Temposünder in Lüdenscheid und Neuenrade

Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt: Zwei Volltreffer im MK bei Tempo 30

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Märkischer Kreis - Nahezu täglich "jagen" Polizeibeamte von Menden bis Meinerzhagen, von Hemer bis Herscheid Temposünder. Und fast täglich liefert die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis die Bilanz dieser Kontrollen. Diesmal sind zwei Fälle aus in Lüdenscheid und Neuenrade dabei, in denen die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h um mehr als das Doppelte übertroffen wurde.

Transparenz ist wichtig, um den "üblichen", gerne geäußerten Vorwürfen wie Wegelagerei oder Abzocke entgegen zu wirken: 

Die "Messergebnisse der polizeilichen Geschwindigkeitsüberwachung" veröffentlicht die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis deshalb genauso regelmäßig wie mit etwas Vorlauf jene Straßen, auf denen wenige Tage später das Tempo der Verkehrsteilnehmer überwacht wird.

  • Wie viele Fahrzeuge wurden in welchem Zeitfenster wo kontrolliert?
  • Wie viele davon waren zu schnell? 
  • In wie vielen Fällen werden Verwarnungen ausgesprochen oder sogar Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben?

Diese Fragen werden seitens der Pressestelle der Polizei mit jeder Bilanz-Mitteilung beantwortet.

Vier von sieben Kontrollstellen bei Tempo 30

Von sieben Kontrollstellen im Märkischen Kreis am Dienstag (13. Juli) lagen deren vier in Bereichen, in denen 30 km/h erlaubt waren. 

Am Schwitter Weg im Bereich Wilhelmshöhe/Walburgisgymnasium in Menden und am Karnacksweg in Iserlohn lag die höchste gemessene Geschwindigkeit jeweils bei 52 km/h. 

In Menden passierten zwischen 6.50 und 9.05 Uhr exakt 421 Fahrzeuge die Kontrollstelle, 73 waren zu schnell. In Iserlohn wurden von 17.25 bis 19 Uhr lediglich 137 Fahrzeuge gemessen, von denen zwölf zu schnell waren.

Tolerenz von 3 km/h wird noch abgezogen

Wesentlich schneller waren die "Rekordhalter" da in Lüdenscheid und Neuenrade unterwegs. Hier wurde das zulässige Tempo jeweils um mehr als 100 Prozent überschritten.

Auf der Bahnhofstraße in Neuenrade, wo am Dienstag von 13.50 bis 15.50 Uhr das Tempo von 287 Fahrzeugen gemessen worden war, lag die höchste gemessene Geschwindigkeit bei 72 km/h.

Hier lesen Sie unsere ausführliche Bilanz zur Kontrolle in Lüdenscheid

Und auf der Parkstraße in Lüdenscheid, wo von 8.45 und 13.10 Uhr 827 Fahrzeuge erfasst worden waren, war der Schnellste mit gemessenen 70 km/h unterwegs.

"Der von uns mitgeteilte Wert ist tatsächlich der, der von den Kollegen vor Ort gemessen worden ist. Für die finale Berechnung wird eine Tolerenz von 3 km/h abgezogen - bleiben also 69 und 67 statt der erlaubten 30 km/h vorwerfbar", erläuterte Polizeisprecher Christof Hüls.

Das kommt auf die "Rekordhalter" zu

Und weiter: "Handelt es sich bei den Fahrern nicht um Wiederholungstäter oder Fahranfänger, bei denen andere Sätze gelten, dann kommen auf sie zwei Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot und 160 Euro zu", so Hüls.

Übrigens: In Neuenrade (insgesamt 40 Verstöße) war noch ein weiterer Fahrzeugführer so schnell, dass er mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen muss. In Lüdenscheider gilt das für insgesamt neun Fahrzeugführer (bei 87 Verstößen).

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