Telekom wusste davon nichts

Tödliches Unglück: Leitung baumelt noch immer über Unfallstelle

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Die Unfallstelle am Solmbecker Weg ist seit Monaten geprägt von einem herabhängenden Kabel der Telekom. In dieser Woche soll es beseitigt werden.

Plettenberg/Werdohl – Es ist immer schwer, einen Menschen bei einem Verkehrsunfall zu verlieren. So geschehen am 17. März dieses Jahres. Ein 23-jähriger Mann aus Plettenberg verstarb bei einem tragischen Unfall am Solmbecker Weg, kurz unterhalb des Steinbruchs Kleinhammer. Der Fahrer erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Der Plettenberger war um 8.17 Uhr auf der K8 in Richtung Kleinhammer unterwegs. „Kurz hinter dem Steinbruch kam er nach links von der Fahrbahn ab, touchierte einen Telefonmasten und prallte im Anschluss daran gegen einen Baum“, teilte die Polizei seinerzeit mit. Jener Telefonmast lag im März bei der Unfallaufnahme quer auf der Straße. Und auch heute steht er sinnbildlich für den Unfall, bei dem der 23-Jährige so schwere Verletzungen davontrug, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam. 

Warum aber hängen Kabel und Mast noch jetzt, rund ein halbes Jahr später, immer noch über der kleinen Gedenkstätte, die vorbeifahrende Autofahrer täglich an den Unfall erinnert und den Angehörigen des Verstorbenen einen Ort der Trauer bietet?

Auf eine erste Anfrage bei der Telekom-Pressestelle ließ Sprecherin Katja Werz folgendes verlautbaren: „Vielen Dank für Ihre Nachricht. In der Tat verläuft unser Kabel entlang des Solmbecker Wegs zum Teil oberirdisch. Wir haben einen Subunternehmer beauftragt, damit der defekte Mast kurzfristig wieder in Stand gesetzt wird.“ 

Auf konkrete Nachfrage, warum die Presse erst nachfragen muss und warum solche Schäden nach der Meldung durch die Polizei nicht automatisch behoben werden, antwortete die Presseabteilung mit Sitz in Bonn wie folgt: „Wir bedauern, dass die Instandsetzung bislang noch nicht erfolgt ist. Wir können nicht nachvollziehen, an wen die Polizei die Schadensmeldung abgegeben hat, dass der Fahrer des Unfallwagens vor dem Aufprall zuvor auch den Telefonmast touchiert hat. Leider wurde diese Information nicht an die Abteilung weitergeleitet, die für die Instandhaltung der oberirdischen Kabellinien verantwortlich ist. Insofern können wir auch nicht nachvollziehen, wer den Mast damals in die Böschung geschoben hat. Da das Telefonkabel als solches offensichtlich nicht defekt ist, hat auch niemand eine Störung an seinem Anschluss gemeldet, über die wir hätten bemerken können, dass der Mast beschädigt ist. Deshalb sind wir Ihnen dankbar für Ihren Hinweis". Die Reparatur des Mastes sei noch in dieser Woche  vorgesehen, erklärte die Sprecherin abschließend.

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