Marina Bochert erhält das MKK-Stipendium für Bildende Kunst

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Marina Bochert (2. von links), im Skulpturengarten im Gespräch mit Besuchern, erhält das MKK-Stipendium für Bildende Kunst.

Märkischer Kreis - „Es macht mir Freude, dass die Sammlung einen ganz anderen Akzent erhalten hat.“ Mit diesen Worten machte Dr. Susanne Conzen die rund 60 Besucher der Vernissage der diesjährigen Ausstellung der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) neugierig auf ihren Rundgang.

Denn sowohl die fünf Kandidaten für das Stipendium 2019 für Bildende Kunst als auch die diesjährige Stipendiatin Lisa Götze mit ihrer Abschlussausstellung mussten ihre Arbeiten in die Dauerausstellung der Städtischen Galerie in Lüdenscheid integrieren, weil derzeit alle Räume für Sonderausstellungen belegt sind. Das sei eine besondere Herausforderung gewesen, aber daraus sei „vielmehr als eine Tugend“ entstanden, sagte Conzen. 

In der Tat wurde die Vernissage zu einer regelrechten Entdeckungstour, die über zwei Etagen der Galerie, durch die Halle der Museen und schließlich in den Skulpturengarten führte. Alle sechs Künstler standen bei ihren Werken für Gespräche mit den Besuchern zur Verfügung und so entspannen sich zum Teil intensive Dialoge über die Ansätze und Techniken für die „Plastik im kleinen Format“, für die das Stipendium 2019 ausgeschrieben war. 

Neu war auch, dass das Ergebnis der Jury-Sitzung direkt am Abend der Vernissage verkündet wurde und damit auch die Stimmzettel der Besucher für die Publikumsstimme direkt ausgezählt wurden. „So eine Entscheidung ist eine große Verantwortung“, betonte Susanne Conzen bei der Bekanntgabe der Ergebnisse und würdigte die Leistungen und das Engagement aller fünf Kandidaten, die sich bereits in der Vorauswahl gegen insgesamt 35 von Kunstakademien aus dem gesamten Bundesgebiet vorgeschlagene Bewerber durchgesetzt hatten. Aber letztlich gebe es immer nur ein Stipendium. 

Dieses erhält für 2019 Marina Bochert, Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf, die sich spontan einen Platz im Skulpturengarten für ihre nur scheinbar filigrane Konstruktion aus Metall ausgesucht hatte. Sie hat ihr Werk dem Ort angepasst. Die Publikumsstimme ging an Keiyona C. Stumpf, Akademie der Bildenden Künste, München. Sie hat ihre Arbeiten, die das Wachsen und Vergehen thematisieren, in Kontrast gesetzt zu den dunklen, farbigen Wänden in den Räumen der Wieghardt-Sammlung. Die feierliche Vergabe aller drei MKK-Stipendien findet am Sonntag, 25. November, ab 11 Uhr in Haus Hemer, Geitbecke 8 in Hemer statt. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Lüdenscheid in den Museen der Stadt an der Sauerfelder Straße ist noch bis zum 2. Dezember zu sehen.

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