Sporthalle in Lüdenscheid und ehemalige Schule in Halver als Unterkünfte

Märkischer Kreis erwartet Freitag 400 Flüchtlinge

Märkischer Kreis - Der Märkische Kreis stellt sich auf die Ankunft von 400 Flüchtlingen am Freitagnachmittag ein. 150 Personen sollen in der Turnhalle am Raithelplatz in Lüdenscheid, eine weitere Gruppe in dieser Größenordnung in der ehemaligen Förderschule „An der Susannenhöhe“ in Halver untergebracht werden.

Mindestens noch eine weitere Liegenschaft benötigt der Märkische Kreis in den Städten und Gemeinden, um die zu erwartende Zahl an Personen verteilen zu können. Am Dienstagabend hatte Regierungspräsidentin Diana Ewert Landrat Thomas Gemke um „Amtshilfe“ bei der Unterbringung und Versorgung von 400 Flüchtlingen gebeten.

"Ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern"

Am Mittwochmorgen kam die Führungsspitze der Kreisverwaltung zusammen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Da der Märkische Kreis nur über wenige Immobilien verfügt, wurden die Möglichkeiten in den Kommunen abgefragt. „Die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern war ausgezeichnet und eine große Hilfe für uns“, so Gemke.

Ehemalige Förderschule "An der Susannenhöhe"

Halver bot spontan die ehemalige Förderschulean. In dem Gebäude sind Tische, Stühle, Schränke sowie Kochgelegenheiten vorhanden. „Wir können das Gebäude mit verhältnismäßig geringem Aufwand für die Flüchtlingsunterbringung herrichten“, so Kai Hellmann, Verwaltungsmitarbeiter in Halver.

Sporthalle am Raithelplatz

Der Kreis selbst stellt die ihm gehörende Sporthalle am Berufskolleg für Technik und der Gertrud-Bäumer-Schule am Raithelplatz in Lüdenscheid zur Verfügung. „Der Schul- und Vereinssport wurde bereits abgesagt und muss bis auf Weiteres ausfallen“, so Kreispressereferent Hendrik Klein.

Dritte Unterkunft wird gesucht

Mitarbeiter des kreiseigenen Gebäudemanagements prüfen derzeit Immobilien in den Städten und Gemeinden, um die weiteren einhundert Menschen versorgen zu können. „Der Stab ist in ständigem Kontakt mit Verwaltungen, Hilfsorganisationen und Einsatzkräften, damit die Aufnahme am Freitag gewährleistet ist.“

Unterkünfte dienen der Erstaufnahme

Neben der Unterbringung müssen innerhalb kürzester Zeit Betten für die Menschen besorgt werden. Der Fachbereich Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz organisiert die medizinische Betreuung der Neuankömmlinge. Die Unterkünfte sollen der Erstaufnahme dienen und nach jetzigem Stand mindestens bis Ende Februar nächsten Jahres vorgehalten werden.

Inzwischen 161 Notunterkünfte in NRW

Nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg kommen jeden Tag rund 900 Flüchtlinge aus München in Nordrhein-Westfalen an. Das Land betreibt fünf Erstaufnahmeeinrichtungen, 21 so genannte zentrale Unterbringungseinrichtungen und inzwischen 161 Notunterkünfte mit einer Kapazität von mehr als 40.000 Plätzen.

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