Aktueller Fall im MK

Morddrohung per Instagram gegen Schülerin: "Spiel mit mir, sonst bring ich dich um!"

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Die Polizei weist auf die Formen von Bedrohung in sozialen Netzwerken hin.

Märkischer Kreis - Kinder werden immer häufiger Opfer von Betrügern. Ein aktueller Fall aus dem Märkischen Kreis lenkt den Fokus aber auf eine weitere Folge der zunehmenden Smartphonenutzung von Kindern. Die Bedrohung und Erpressung durch Unbekannte. 

Mit Morddrohung und einem stilisierten Totenkopf hat die Polizei im Märkischen Kreis am Mittwochmorgen eine Nachricht im sozialen Netzwerk Facebook überschrieben. Sie bezieht sich dabei auf einen aktuellen Fall aus dem Märkischen Kreis. Bedrohungen via Social Media sind auch im Märkischen Kreis kein Einzelfall. 

Das ist passiert: Eine zwölfjährige Schülerin schaut auf ihr Smartphone und sieht, dass sie eine Spieleanfrage bei Instagram erhalten hat. Die Anfrage für ein Online-Spiel lehnt sie ab. 

Daraufhin kontaktiert sie der Unbekannte erneut. Als sie die Nachricht öffnet, liest sie den Text, der sie schockiert: „Spiel mit mir, sonst bring ich dich um!“ So lautet die Kurzformel der Drohung, sagt die Polizei. Sinngemäß soll darin gestanden haben:  „Ich bekomme heraus, wo du wohnst, und bringe dich um!“

Die Eltern haben mitbekommen, was ihr Kind im Internet macht und Anzeige bei uns erstattet, schreibt die Polizei. Bislang konnte das Smartphone des Kindes noch nicht überprüft werden, weil der Akku zwischenzeitlich nicht geladen ist, sagte ein Polizeisprecher.

Und weiter: "Selbst wenn die Sorge in diesem Fall unberechtigt wäre: Drohungen im Internet können einen enormen Druck ausüben - erst recht bei Kindern. Deshalb, liebe Eltern: Sprecht mit Eurem Nachwuchs über das, was sie im Netz machen. Verbote nutzen eher wenig. Ergründet lieber zusammen mit ihnen, was passieren kann."

Wer mehr wissen will, kann sich zum Beispiel hier und hier informieren.

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