Auftrag erteilt

Machbarkeitsstudie soll Weichen für Radweg stellen

Bereits bei der Info-Veranstaltung zum Volmetalradweg im Jahr 2015 referierte Joachim Hamerla (stehend) vom Büro ASS als Regionale-Begleiter. Nun hat das Planungsbüro den Zuschlag für die weitere Realisierung bekommen. - Archivfoto: F. Zacharias

Schalksmühle - Ganz gemächlich nimmt die Realisierung des Volmetalradweges Fahrt auf. Die Machbarkeitsstudie, die die Grundlagen für die endgültigen Planungen liefern soll, ist in Auftrag gegeben. Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle und Projektbeauftragter der fünf beteiligten Kommunen für den Volmetalradweg, erklärte, dass erneut das Planungsbüro ASS den Zuschlag bekommen hat.

Damit bleibt das Team im Boot, das im Zuge der Regionale 2013 bereits die Umgestaltung des Ortskerns mit begleitet hat und begleitet. Auch der Volmetalradweg, der ein gemeinsames Projekt der vier Oben-an-der-Volme-Kommunen mit der Stadt Lüdenscheid ist, geht noch auf die erste Regionale in Südwestfalen zurück. Ebenfalls involviert ist der Landesbetrieb Straßen.NRW, mit dem die fünf Kommunen eine Rahmenvereinbarung getroffen haben. „Eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, erinnert Emmerichs im Gespräch mit der Redaktion an die Ausgangslage. Denn Straßen.NRW ist verpflichtet, sein Radwegenetz entlang von Landes- und Bundesstraßen auszubauen und wird daher die Finanzierung, sicher auch unter Inanspruchnahme von Fördermitteln, übernehmen.

Im Zug der Machbarkeitsstudie sollen nun unter anderem umfangreiche Vermessungsarbeiten durchgeführt werden. Außerdem soll ausgearbeitet werden, mit welchen Alternativen schließlich in die konkreten Planungen eingestiegen werden kann und sollte. Dazu zählt auch die Entwicklung möglicher Lösungen zum Schutz der Fledermäuse, die in dem Tunnel ihren Unterschlupf haben, der auf Schalksmühler Gebiet gemäß der bisherigen Ideen Teil des Radweges werden soll.

Emmerichs schätzt, dass es etwa ein halbes Jahr dauern wird, bis die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen. Diese werden dann die Grundlagen für die endgültigen Planungen des Radweges liefern, die jede Kommune für die Teilstücke, die nicht unmittelbar an der Bundesstraße verlaufen, dann für sich weiterverfolgen kann. Es sei daher davon auszugehen, dass der Radweg in einzelnen Teilabschnitten, je nach Planungs- und Umsetzungsaufwand früher oder später, realisiert wird. Wichtig sei nur, dass Anfangs- und Endpunkt der jeweiligen Teilabschnitte eine Verbindung zur B 54 hätten. Mehr Aufwand könne zum Beispiel dann entstehen, wenn Verhandlungen mit Grundstückseigentümern geführt werden oder Schienen überquert werden müssen – Letzteres betreffe aber vor allem die Streckenführung auf Kiersper Gebiet.

Wenn alles gut läuft, kann Emmerichs sich vorstellen, dass es in Schalksmühle Anfang 2019 mit den Planungen konkret wird. Ein erster Teilabschnitt könnte dann vielleicht am Jahresende 2019 fertig sein. Möglicherweise könnte das 3,5 Kilometer lange Stück entlang der Bahntrasse inklusive des Tunnels 2020 realisiert werden. Aber auch, ob und wieweit dieses Stück auf stillgelegten Gleisen direkt neben der immer noch genutzten Trasse der Volmetalbahn verlaufen kann und wie der Radweg gegebenenfalls zu den Schienen abgesichert werden kann, müsse im Rahmen der Studie geprüft werden.

„Die eigentliche Umsetzung kann relativ schnell erfolgen, wenn die Studie vorliegt und die Planungen abgeschlossen sind“, meint Emmerichs, da die Trassenführung auf Schalksmühler Gebiet insgesamt doch eher unkompliziert ist. Für die anderen vier beteiligten Kommunen wagt er allerdings keine Prognose.

Wichtiges Tourismus-Projekt

Der Volmetalradweg gilt als eines der wichtigsten Projekte der Regionale 2013. Er soll den Freizeit- und Tourismusverkehr in der Region noch attraktiver machen und unter anderem die Bahnhöfe für den Alltagsradverkehr verknüpfen. 

Die insgesamt 23,5 Kilometer lange Strecke führt von Schalksmühle durch Lüdenscheid-Brügge, Oberbrügge und Kierspe nach Meinerzhagen. Zudem sollen Anschlüsse an das Radnetz NRW und Südwestfalen geboten werden, zum Beispiel ab Schalksmühle über Dahlerbrück nach Hagen weiter zum Ruhrtalradweg und ab Meinerzhagen Richtung Agger und Lister.

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