Familienbad am Nattenberg bleibt geschlossen

Kein Badespaß am Nattenberg

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Das große Reinemachen ist längst gelaufen. Das Familienbad bleibt trotzdem erstmal geschlossen. Die Vorgaben für Hallenbäder sind unklar.

Lüdenscheid - Das Familienbad am Nattenberg bleibt vorerst noch geschlossen. Dort werden auch über die angekündigte Schönwetterlage hinaus der Sprungturm verwaist und die Wasseroberfläche spiegelglatt bleiben. Der Grund: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am vergangenen Wochenende die neuen Regeln für Freibäder veröffentlicht, die ab heute wieder eröffnen dürfen. „Das sind aber nur die Vorgaben für Freibäder, die für Hallenbäder stehen noch immer nicht fest“, verweist Lüdenscheids Bäderchef Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann auf die Konzeption des Familienbades als Hallen- und Freibad. 

Vorgeschrieben werden in den „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ für Freibäder eine begrenzte Zahl an Gästen, die Maskenpflicht, Registrierung jedes Besuchers und der stetige Mindestabstand – und das auch an den Duschen und im Becken selbst. Durch die Halle ist auch das Freibadgelände zu erreichen und umgekehrt. Nur ein Bad von beiden zu öffnen, ist schwer umzusetzen. Zehn Tage Vorlauf braucht man am Nattenberg ohnehin für die Wasseraufbereitung.

Das Wasser ist kein Übertragungsweg. Die Verdünnung durch das Wasser selbst sowie das Chlor machen die Ansteckung durch das Wasser selbst minimal – wohl aber die sich darin tummelnden Badegäste auf der Suche nach Erfrischung und Erholung. Duschbereiche, Umkleidekabinen oder die Warteschlange im Kassenbereich – die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) hat einen Plan erstellt. Wie viele Menschen zusammen in einem Schwimmbad sein dürfen, hängt laut dem Pandemieplan der DGfdB von der Größe der Becken und Liegeflächen ab. 

Auch „die Nutzung von Duschen ist unter Einhaltung des Mindestabstands möglich“, heißt es im eilends am Wochenende an die aktuelle Corona-Schutzverordnung angehängten Regelwerk. Es sei denn, man lebt in einem Haushalt oder ist mit einer befreundeten Familie unterwegs. Der Freibad-Kiosk darf öffnen – Selbstbedienung an Getränkespendern bleibt verboten. Wer kommt und geht, soll samt Uhrzeit registriert werden. Namen und Kontaktdaten müssen für vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden. 

An den fehlenden Vorgaben der Politik für die Wiedereröffnung hatte es viel Kritik gegeben. Auch der Lüdenscheider Bäder-Chef forderte in der vergangenen Woche Vorgaben, die allerdings nun lediglich den Freibadbetrieb betreffen. „Den Abstand im Becken zu gewährleisten, wird das größte Problem werden“, heißt es immer noch „Abwarten“ am Nattenberg.

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