Unsichtbar, aber hochgefährlich

Legionellen im Märkischen Kreis - diese Turnhallen-Duschen sind gesperrt

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Symbolfoto

Nachrodt-Wiblingwerde – Unsichtbar, aber hochgefährlich: Aufgrund von Legionellen sind die Damenduschen in der Turnhalle Wiblingwerde und in der Turnhalle Holensiepen aktuell gesperrt.

Entdeckt wurden die Bakterien am Dienstag bei Wasserproben der Stadtwerke Iserlohn. Die Proben werden turnusmäßig genommen. Zum Problem werden die Legionellen, wenn sie in hoher Konzentration in die Lunge gelangen, wenn beim Duschen Wasserdampf eingeatmet wird. Mit einer thermischen Desinfektion rückt man den Legionellen jetzt zu Leibe. Die Turnhallen selbst können weiterhin genutzt werden.

„Das Wasser wird auf mehr als 70 Grad erhitzt. Dadurch werden die Legionellen abgetötet“, erklärt Bauamtsleiter Dirk Röding. „Montag wird erneut gemessen, dann sehen wir weiter.“ Thermische Desinfektionen stehen übrigens nicht nur an, wenn die Bakterien aufgetreten sind, sondern werden regelmäßig durchgeführt. 

Diese Symptome treten bei einer Legionellen-Infektion auf

Wer sich mit Legionellen infiziert, kann an Legionellose erkranken. Die Legionärskrankheit geht meist mit Brust- und Kopfschmerzen, Husten, Schüttelfrost und hohem Fieber einher. 

Legionellen: Vermieter muss regelmäßig prüfen

Heftiger Legionellose-Ausbruch in Warstein 

2013 gab es einen heftigen Legionellose-Ausbruch mit 165 Krankheitsfällen in Warstein. Drei Patienten starben. Die Keime hatten sich in Rückkühlwerken und Kläranlagen angereichert. Die Erreger waren in die Umgebungsluft gelangt und von vielen Menschen eingeatmet worden.

Hier geht's zu unserer Berichterstattung zu den Legionellen in Warstein

Weitere Fälle im Märkischen Kreis: 

Auch in Kierspe sind im November 2018 Legionellen gefunden worden - an Duschen in der Sporthalle am Felderhof. Im Herbst 2017 waren in Lüdenscheid die Duschen der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Gesamtschule wegen Legionellen nicht nutzbar

Legionellen 

Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen. Legionellen vermehren sich am besten bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Clesius. Oberhalb von 60 Grad werden sie meistens abgetötet und unterhalb von 20 °C vermehren sie sich kaum noch. Besonders in künstlichen Wassersystemen wie Wasserleitungen in Gebäuden finden die Erreger bei entsprechenden Temperaturen gute Wachstumsbedingungen. In Ablagerungen und Belägen des Rohrsystems können sich die Legionellen besonders gut vermehren.

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