Bahnstrecke rund zwei Stunden lang gesperrt / Lokführer unter Schock

Lebensgefahr: Mann (56) am Haltepunkt Iserlohner Heide von Zug erfasst

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Iserlohn - Ein 56-jähriger Mann hat am frühen Dienstagmorgen auf der Bahnstrecke der RB 53 (Ardey-Bahn von Dortmund Hauptbahnhof über Schwerte nach Iserlohn) im Bereich Leckingser Straße/Iserlohner Heide in Iserlohn offenbar einen Selbstmordversuch unternommen und lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Der Bahnverkehr war knapp zwei Stunden lang unterbrochen. Rettungshubschrauber "Christoph 8" flog den Mann in eine Klinik nach Dortmund, der Lokführer erlitt einen Schock und musste in ein Iserlohner Krankenhaus eingeliefert werden.

Die DB Regio AG teilte via Twitter um 7.43 Uhr die Sperrung der Bahnstrecke mit. Die Züge aus Dortmund endeten in Iserlohn-Kalthof, um 9.27 Uhr wurde die Streckensperrung aufgehoben.

Wie die Feuerwehr Iserlohn am Dienstagvormittag mitteilte, ereignete sich der verhängnisvolle Sprung des Mannes vor den Triebwagen der RB53, die aus Iserlohn kam, gegen 7.20 Uhr. 

Rettungshubschrauber "Christoph 8" aus Lünen flog den Verletzten nach Dortmund.

Zeugen mussten am Haltepunkt Iserlohner Heide hilflos mitansehen, wie sich der Mann in die Gleise stürzte. Im Zug selbst gab es keine weiteren Verletzten.

"Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gehen wir in der Tat davon aus, dass es sich nicht etwa um einen Unfall gehandelt hat", sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Angehörigen des Mannes seien durch die Polizei benachrichtigt worden. 

Beim Eintreffen des Rüstzugs der Berufsfeuerwehr Iserlohn habe die Person im Gleisbett gelegen und sei vom vorderen Bereich des Zuges eingeklemmt gewesen.

"Mit technischen Geräten konnte die Person befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Für die Landung und den Start des Rettungshubschraubers war die Friedrich-Kirchhoff-Straße im Bereich Leckingser Straße gesperrt. Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr durch die Löschgruppen Bremke und Iserlohner Heide der Freiwilligen Feuerwehr", heißt es in einer Pressemitteilung.

Anmerkung der Redaktion:

Wir berichten in der Regel nicht über Suizidversuche, weil leider durch die Berichterstattung in den Medien die Nachahmerquote erhöht wird. 

Wir machen nur dann eine Ausnahme, wenn zahlreiche Menschen betroffen sind wie z.B. in diesem Fall durch eine Sperrung der Bahnstrecke bzw. als Insassen des betroffenen Zuges. Außerdem hat die Feuerwehr Iserlohn selbst umfangreich über den tragischen Einsatz informiert.

Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

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