MK-Landtagsabgeordnete der SPD im Wahlkampfmodus

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Der Landesparteitag der NRW-SPD fand am Samstag in Düsseldorf statt. Die drei SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Märkischen Kreis fühlen sich durch die Rede von Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD, Foto) fast beflügelt.

Düsseldorf/Märkischer Kreis - Inge Blask, Gordan Dudas und Michael Scheffler sind von der Person und vom Programm überzeugt. Die drei SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Märkischen Kreis fühlen sich durch die Rede von Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) fast beflügelt.

Das sei eine „fulminante Rede“ gewesen, meint Scheffler. „Sie hat Themen angesprochen, die die Menschen bewegen – und den Kern der Notwendigkeiten getroffen haben.“ Noch euphorischer wird der 62-Jährige, wenn er den Vergleich zur Situation 1972 zieht, als er in seinem ersten Wahlkampf mitmischte, der unter dem Motto „Willy wählen“ Begeisterung auslöste. Ähnlich wie einst bei Brandt, sieht Scheffler Parallelen zur Euphorie durch den Martin-Schulz-Effekt. „Man wird als Politiker auch von der Stimmung mitgetragen.“

Auf Platz 68 der SPD-Reserveliste für den Landtag gewählt wurde Gordan Dudas. Sein Wahlkreis: Lüdenscheid, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle.

Auf Platz 68 der SPD-Reserveliste für den Landtag gewählt wurde Dudas. Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Lüdenscheid, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle muss also den Wahlkreis direkt holen, um wieder ins Parlament einziehen zu können. Beim Landesparteitag am Samstag in Düsseldorf äußerte sich Dudas zur Digitalisierung Südwestfalens. Er sieht die industriestarke Region Südwestfalens „auf einem guten Weg“. Das Land stelle Fördermittel für die Digitalisierung bereit, aber unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ müssten die Mittelständler vom Mitmachen überzeugt werden. Für den Erhalt der Wirtschaftskraft müsse der Infrastruktur-Ausbau fortgesetzt werden, etwa die sechsstreifige A45 mit der Verbesserung der Brücken. Auch der Lückenschluss bei der RB 25 von Meinerzhagen bis Köln mit dem Lückenschluss Lüdenscheid bis Dezember des Jahres sein ein wichtiger Beitrag. Er wolle den 2010 im Landesparlament eingeschlagenen Weg fortsetzen. „Die Arbeit geht weiter“, versichert der 46-jährige Lüdenscheider.

Michael Scheffler steht auf Platz 42 auf der SPD-Landesreserveliste. Sein Wahlkreis: Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl.

Bei Platz 42 auf der SPD-Landesreserveliste hat und muss Scheffler den Ehrgeiz haben, den Wahlkreis Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl wieder direkt zu holen. „Das bleibt mein Ziel“ verweist er auf „Einsatz, Kampfbereitschaft, aber auch auf Demut vor dem Wähler“. Als Sozialpolitiker ist es ihm ein besonderes Anliegen, dass das SPD-Wahlprogramm den Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes vorsieht. „Jeder Mensch hat den Wunsch, unter Menschen tätig zu sein und eine Tagesstruktur zu haben“, verweist er auf die Inhalte, die Kraft kurz zuvor beim Landesparteitag in Düsseldorf aufgezeigt hat. Wer Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziere, zeige den Betroffenen Perspektiven auf – und sorge zugleich dafür, dass Gesundheitskosten eingespart werden, argumentiert der Vorsitzende des Bezirksverbandes Westliches Westfalen der Arbeiterwohlfahrt (Awo).

Inge Blask – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Balve, Hemer, Menden, Neuenrade und Plettenberg – wurde beim Landesparteitag auf Rang 17 der SPD-Reserveliste gewählt. Ihr Wahlkreis: Balve, Hemer, Menden, Neuenrade und Plettenberg.

Inge Blask – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Balve, Hemer, Menden, Neuenrade und Plettenberg – wurde beim Landesparteitag auf Rang 17 der SPD-Reserveliste gewählt und hat damit bessere Aussichten. Sie setzt besonders auf die Themen soziale Gerechtigkeit, Zusammenhalt in der Gesellschaft und Bildung. Diese Inhalte gelte es glaubwürdig zu vertreten, denn damit werde eine Gegenposition zu den Rechtspopulisten aufgebaut. Die Stärkung des ländlichen Raumes ist ein Herzensanliegen der 57-Jährigen, die die Kindertagesstätten ebenso ausgebaut wissen will wie die Digitalisierung als Hochgeschwindigkeitszugang zu Orten abseits der Metropolen. Gerade in Südwestfalen müsse der Glasfaserausbau voran kommen, damit die Region attraktiv bleibe. „Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen“, mahnt sie auch zur Umsetzung von Strategien, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken sollen.

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