Kuttenverbot angeordnet

Bandido unter Verdacht: Schüsse aus Mercedes Cabrio auf BMW der "Freeway Riders"

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Symbolbild

Hagen - Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Montag vor dem Hagener Schwurgericht ein Prozess gegen einen 31-jährigen Rocker.

Dem Mann aus Hagen wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. 

Laut Anklage hat er als Mitglied der Rockergang „Bandidos“ am 13. Oktober ein Mercedes Cabrio auf dem Autobahnzubringer zur A 46 gesteuert, neben ihm saß ein Beifahrer, dessen Identität den Behörden unbekannt ist. 

Aus dem Mercedes heraus soll einer der beiden Männer nur wenige hundert Meter vom Landgericht entfernt vier Schüsse auf einen BMW abgefeuert haben, in dem drei Männer saßen. Der Fahrer des BMW gilt als Mitglied der konkurrierenden „Freeway Riders“. 

Eine der Kugeln soll laut Mitteilung des Landgerichts den Tankdeckel des Wagens getroffen haben. Die Insassen in dem BMW blieben unverletzt. 

Die Richter prüfen neben dem Vorwurf des versuchten Mordes den Tatbestand „eines zugleich begangenen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in der Absicht der Herbeiführung eines Unglücksfalls“, heißt es. 

Die Justiz rechnet mit einem großen Andrang von Medienvertretern und Schaulustigen. Sicherheitshalber müssen alle Zuschauer einen amtlichen Ausweis vorweisen und werden namentlich registriert. 

Darüber hinaus hat der Präsident des Landgerichts für alle Sitzungstage ein sogenanntes Kuttenverbot verhängt. Abzeichen und Embleme von Rockergruppierungen dürfen nicht gezeigt werden.

Die Termine Der Prozess beginnt um 9 Uhr. Es sind weitere sechs Verhandlungstage angesetzt: 28. März, 4., 5., 11., 12. und 18. April, jeweils ab 9 Uhr.

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