Landgericht entscheidet über Unterbringung

MÄRKISCHER KREIS ▪ Über die mögliche Einweisung eines 46-jährigen Beschuldigten in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung verhandelt seit Mittwoch die 1. Strafkammer des Landgerichts Hagen. Der an einer Schizophrenie leidende Mann soll im Zeitraum zwischen dem 9. November 2011 und dem 30. Juli 2012 immer wieder Pflegepersonal und Mitpatienten sexuell belästigt wie körperlich und verbal angegriffen haben. Die Tatorte lagen in psychiatrischen Kliniken in Lüdenscheid Hellersen und Hemer sowie in einer Wohneinrichtung in Arnsberg-Neheim.

Zehn selbstständige Handlungen listet die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft auf: So verletzte der Beschuldigte eine Krankenschwester am 9. November 2011 in Hellersen durch einen heftigen Faustschlag gegen den Kopf. Neben solchen gezielten Schlägen, die teilweise Hämatome und Schürfwunden zur Folge hatten, fiel der Beschuldigte immer wieder durch sexuelle Belästigungen auf. Er fasste Mitpatientinnen oder Pflegerinnen an die Brust und ließ sich auch von deren Gegenwehr nur schwer davon abbringen.

Derzeit ist der 46-Jährige im Landeskrankenhaus Lippstadt-Eickelborn untergebracht. Da er als schuldunfähig gilt, muss im Sicherungsverfahren vor dem Landgericht lediglich über seine dauerhafte Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie entschieden werden. Aufgrund seiner Erkrankung erwartet die Staatsanwaltschaft weitere „erhebliche rechtswidrige Taten“. Besondere Bedeutung kommt in dem Verfahren dem psychiatrischen Gutachten zu. Da der Experte am ersten Verhandlungstag noch nicht anwesend sein konnte, vertagte sich die Kammer nach dem Verlesen der Antragsschrift auf den zweiten Verhandlungstag am 6. Februar. ▪ thk

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