Aufstockung des Personals in 2021

Kreistag entscheidet: MK will 50 zusätzliche Corona-Stellen schaffen

Der Märkische Kreis plant die Schaffung von 50 zusätzlichen Stellen für den Corona-Einsatz. Am Donnerstag liegt dem Kreistag – dem höchsten politischen Gremium auf Kreisebene – ein entsprechender Vorschlag aus der Kreisverwaltung zur Abstimmung vor.

Märkischer Kreis – Um das Coronavirus besser einzudämmen, plant der Kreis die Schaffung zusätzlicher Stellen. Die 50 Extra-Stellen sollen in den Stellenplan 2021 aufgenommen werden, um schnellstmöglich die notwendigen Einstellungen vorzunehmen. Der Märkische Kreis rechnet mit Mehrkosten von 3,2 Millionen Euro.

LandkreisMärkischer Kreis
RegierungsbezirkArnsberg
VerwaltungssitzLüdenscheid
Einwohner410.222 (Stand:31.12.2019)

Die aktuell angespannte Corona-Lage mit mehr als 800 akut Infizierten und mehr als 2 000 Kontaktpersonen im Kreis ist für die Kreisverwaltung Beleg für die Notwendigkeit der Maßnahme. Um die Ausbreitung des Corona-Virus’ zu verlangsamen, kommt demnach insbesondere der Kontaktpersonennachverfolgung eine zentrale Bedeutung zu.

MK will 50 zusätzliche Corona-Stellen schaffen: Bereits dieses Jahr 30 Extra-Stellen geschaffen

Als rechnerische Größe kann hier ein Verhältnis von fünf die Kontakte nachverfolgenden Personen je 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern angenommen werden. Das würde für den Märkischen Kreis einen rechnerischen Personalbedarf von mindestens 100 Personen bedeuten. Ein Wert, der derzeit nur durch den Einsatz externer Kräfte, zum Beispiel der Bundeswehr, und die Abstellung von Personal aus anderen Abteilungen annähernd erreicht wird.

Nachdem in diesem Jahr bereits 30 Extra-Stellen für die Kontaktnachverfolgung beim Kreis geschaffen wurden, sind bislang rund 60 Kreis-Mitarbeiter auf rund 40 Stellen zusätzlich im Corona-Einsatz, darunter Ärzte, Krankenpfleger, Büroberufe genauso wie Sozialarbeiter oder Altenpfleger.

MK will 50 zusätzliche Corona-Stellen schaffen: Corona-Stellen im kommenden Jahr ausgewiesen

Um die Ermittlungsarbeit, die Disposition, das Gesundheitstelefon, die Prüfung von Hygienekonzepten für Einrichtungen unter Beachtung der jeweiligen Inzidenzwerte und der daraus resultierenden Maßnahmen und nun auch die Einrichtung eines Impfzentrums mit mehreren Standorten leisten zu können, werden derzeit allerdings mindestens zusätzliche 50 Stellen und entsprechende Mitarbeiter für den Corona-Einsatz benötigt.

Ob diese Stellen ausreichen, werde sich erst im Laufe des Winters zeigen, heißt es. Aufgrund der Impfstoffentwicklung geht der Märkische Kreis aber davon aus, dass die Anstrengungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im kommenden Jahr erfolgreich sein werden. Alle Stellen, die im Stellenplan 2021 als Corona-Stellen ausgewiesen werden, werden daher mit einem „KW-Vermerk“ für das Jahr 2022 versehen. Die Abkürzung KW steht für „künftig wegfallend.“

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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