Halbzeit auf der 22-Millionen-Baustelle

Kreis-Rettungszentrum auf Rosmart: Bau schießt in die Höhe

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Mitten im Grünen entsteht das Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum des Märkischen Kreises.

Altena - Halbzeit auf der 22-Millionen-Baustelle: Das neue Rettungsdienstzentrum des Märkischen Kreises nimmt Formen an. Ein Komplex ist schon fast fertig.

Es ist Halbzeit auf der Baustelle an der Richard-Schirrmann-Straße 8 bis 10: Mitten auf der grünen Wiese entsteht dort das künftige Zuhause für Kreisleitstelle, Feuerwehr und Rettungsdienst: das Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum des Märkischen Kreises. Bis April 2021 soll es samt Außenanlagen fertiggestellt werden. 

Gemeinsam mit Guido Thal, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, Gebäudemanager Manfred Fischer und Architekt Markus Rahrbach ließ sich Landrat Thomas Gemke (CDU) von Alexander Wengefeld, Projektleiter beim Generalunternehmen Hundhausen aus Siegen, über das 22 761 Quadratmeter große Gelände führen. 

29 Tonnen schwere Stahlbetonteile verbaut

Der Landrat zeigte sich zufrieden: „Was da in weniger als einem Jahr hochgezogen worden ist, ist beeindruckend.“ Er erinnerte aber auch daran: „Es war ein langer Weg, aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit der Kreispolitik die richtigen Weichen für Feuerwehr und Rettungsdienst gelegt haben. Es ist eine Investition für die Zukunft.“ 

Die Rohbauten des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrums sind aus großen Stahlbetonelementen zusammengesetzt. „Jede Wand muss ins kleinste Detail präzise vorgeplant und individuell gefertigt werden. Jede Tür, jedes Fenster, jede Steckdose, alle Versorgungsleitungen für Heizung, Sanitär und Elektro müssen beim Guss mitberücksichtigt werden“, erzählte Alexander Wengefeld. 

Überzeugten sich vom Baufortschritt: (v.l.) Manfred Fischer und Markus Rahrbach vom Gebäudemanagement, Landrat Thomas Gemke und Fachbereichsleiter Guido Thal.

Bis zu 29 Tonnen schwere Stahlbetonfertigteile wurden verbaut. Arbeitsplatz für 63 Kreisbedienstete Nahezu fertig ist bereits das Kesselhaus mit Fahrzeughalle. „Im September können wir hoffentlich auch den zentralen Standort für die Krankentransportwagen einweihen“, sagte Manfred Fischer. 

16 Rettungsdienstmitarbeiter werden dort im Schichtdienst mit drei Fahrzeugen untergebracht. Im November soll dann das Schulungsgebäude für den Probebetrieb bereit sein. In das Gebäude ziehen auch Mitarbeiter der Kreisleitstelle, des Regiebetriebs Rettungsdienst, des Bevölkerungsschutzes und der Kreisbrandmeister. 

Büros schon vergeben

63 Kreisbedienstete arbeiten künftig im Gewerbepark. „Die einzelnen Büros sind schon ausgewürfelt“, scherzte Fachbereichsleiter Guido Thal. Das Seminargebäude der Feuerwehr beinhaltet drei große Schulungsräume, von denen sich zwei durch mobile Trennwände teilen lassen. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Essensausgabe, eine Atemschutzübungsstrecke, einen Erste-Hilfe-Raum und einen Konditionsraum. 

Etwa 575 Rettungsdienstkräfte und 650 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz sollen dort jährlich geschult werden. Durch eine Brandschutzwand vom Schulungsgebäude getrennt liegt die Übungshalle plus -turm. 

Auf mehr als 1000 Quadratmetern werden dort realitätsnahe Rettungs-, Lösch- und ABC-Einsätze gleich in der Praxis geübt. Um das benötigte Löschwasser wieder verwerten zu können, wird es in einer eigenen Anlage aufgefangen und aufbereitet. 

Die Übungshalle soll im Februar 2021 fertiggestellt sein. Auf der Baustelle herrscht derzeit überall reger Betrieb. „Mit dem Innenausbau kommen wir jetzt in die heiße Phase“, erklärt Markus Rahrbach, der den Bau seitens des Gebäudemanagements überwacht. 

Kosten: 22 Millionen Euro

Bis jetzt war er etwa zwei Mal pro Woche vor Ort, um den Baufortschritt zu kontrollieren und dokumentieren, eventuelle Mängel zu reklamieren und Absprachen über die Qualität von Werkstoffen zu treffen. Mit dem Trockenausbau, der Einrichtung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen, der Elektronik, der Bodenbeläge und Malerarbeiten werden die Absprachen in deutlich kürzeren Intervallen notwendig sein. 

22 Millionen Euro investiert der Kreis in das Zentrum, indem alles inklusive Aus- und Weiterbildung für Haupt- und Ehrenamt gebündelt wird. In Absprache mit dem Gebäudemanagement des Kreises entwickelte die kplan AG aus Siegen die Pläne. Das Unternehmen Hundhausen wurde als Generalunternehmer mit der Umsetzung betraut. Der Spatenstich erfolgte am 12. Juni 2019.

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