Weitere Brände am Dienstag in Plettenberg und Balve

Waldbrand in Iserlohn: Feuerwehr noch immer mit Brandwache im Grüner Tal

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[Update 7.41 Uhr] Iserlohn/Balve/Plettenberg - Großes Feuer in einem Wald in Iserlohn, weitere Einsätze zuvor auf einem abgeernteten Kornfeld in Balve-Beckum sowie an einer Böschung in Plettenberg-Hechmecke: Die anhaltend hohen Temperaturen haben in der trockenen Vegetation auch am Dienstag für Feuerwehr-Einsätze gesorgt, die wir an dieser Stelle zusammenfassen. Bereits am Montag hatte es im Märkischen Kreis einen Flächenbrand gegeben - und zwar in Iserlohn.

Der umfangreichste Einsatz für die Feuerwehr lief in Iserlohn: Im Bereich "In der Bräke" im Grüner Tal zwischen Iserlohn-Grüne und Kesbern standen nach Angaben der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises in Lüdenscheid Waldboden und junger Waldbewuchs auf einer Fläche von etwa 3000 Quadratmetern in schwer zugänglichem Gelände in Flammen. 

Der Alarm war am Dienstag um 15.47 Uhr eingegangen. Hier seien bisweilen mehr als 120 Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Aktuell stellt die Feuerwehr noch immer eine Brandwache mit mehreren Fahrzeugen und Einsatzkräften.

"Die Erkundung und Zuwegung zum Brandgebiet gestaltete sich durch das steile und unwegsame Gelände sehr schwierig, weshalb ein Polizeihubschrauber angefordert werden musste. Mit Hilfe eines geländegängigen Kommandowagens und der Unterstützung durch den Hubschrauber aus der Luft konnte das betroffene Gebiet erkundet werden und die Kräfte mit ihren Fahrzeugen in den Einsatz gebracht werden", so die Feuerwehr Iserlohn.

Auf Grund der Topographie, der betroffenen Fläche, den sommerlichen Temperaturen sowie dem erhöhten Personal- und Materialbedarf sei die Alarmstufe auf "Wald 3" erhöht worden, was Vollalarm für sämtliche Einsatzkräfte der Iserlohner Feuerwehr bedeutete.

Wertvolle Unterstützung aus Hagen

"Zur Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser musste eine gut 500 Meter lange Schlauchleitung zur Grüner Talstraße verlegt werden. Um bei einem eventuellen Ausfall der Löschwasserversorgung genügend Schlauchmaterial zur Verfügung zu haben, wurden zwei zusätzliche Schlauchwagen von der benachbarten Feuerwehr Hagen angefordert", teilte die Feuerwehr mit. 

Zunächst hatte es sogar geheißen, das 2500 Meter Schlauch hätten ausgerollt werden müssen.

Der Waldbrand habe letztendlich mit insgesamt acht C-Rohren von zwei Richtungen aus unter Kontrolle gebracht werden können.

Bis in den späten Abend hinein war die Feuerwehr immer noch mit Nachlöscharbeiten in dem unwegsamen Gelände beschäftigt. Über Nacht verblieb eine Brandwache im Wald.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Am Griesenbrauck in Iserlohn war eine weitere kleine Fläche Waldboden in Brand geraten, die schnell gelöscht werden konnte.

Kameraden aus Affeln und Menden helfen in Beckum

Etwa 2500 Quadratmeter Stroh standen am Nachmittag gegen 17.10 Uhr im Bereich Beckumer Feld im Balver Ortsteil Beckum in Flammen. Hier waren unweit der Windräder insgesamt 95 Einsatzkräfte der Balver Wehr sowie aus Löschfahrzeug aus Affeln und zwei nachalarmierte Tanklöschfahrzeuge aus Menden mit je 4000 Liter Löschwasser an Bord vor Ort.

Es gelang schnell, das Feuer zu löschen. Landwirte, die das Feld gerade abgeerntet hatten, pflügten das Feld umgehend um, so dass dieser Einsatz nach ca. 90 Minuten beendet werden konnte.

Das Feuer entwickelte sich beim Korndreschen. Ob ein technischer Defekt oder eine andere Ursache den Brand auslöste, ist noch unklar.

Bereits am Nachmittag hatten die Mendener Wehrleute auch in Fröndenberg im Kreis Unna bei einem Flächenbrand geholfen. Hier war ein Feld auf größerer Fläche in Brand geraten. Nach etwa eineinhalb Stunden konnten das Tanklöschfahrzeug der Feuerwache sowie die Löschgruppen Halingen und Bösperde wieder einrücken.

Möglicherweise Zigarettenkippe als Ursache

In Plettenberg-Hechmecke bemerkten Anwohner im Bereich Ecke Dürerstraße/Hechmecker Weg am Dienstagnachmittag kurz nach 17 Uhr einen sich entwickelnden Böschungsbrand. 

"Nachdem diese umgehend die Feuerwehr alarmierten, wurde mittels Gartenschlauch versucht, den Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr einzudämmen, was anscheinend erfolgreich gelang. Das Feuer hätte zumindest ausreichend Nahrung auf den trockenen Wiesenflächen oberhalb der betroffenen Böschung gefunden, was durch das Bewässern verhindert wurde", so die Plettenberger Wehr in einer Mitteilung.

Mit Wärmebildkamera nach Glutnestern gesucht

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hätten rund 20 Quadratmeter Böschungsfläche gebrannt. Abschließend wurde die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um weitere Glutnester auszuschließen. 

Möglicherweise könnte eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe den Brand ausgelöst haben, so die Feuerwehr. 

Erst am Dienstag war wegen der anhaltend hohen Temperaturen eindringlich vor der erhöhten Gefahr von Wald- und Flächenbränden gewarnt worden.

Wichtige Hinweise der Feuerwehr

- Kein offenes Feuer im Wald, auf Feldern oder auf Wiesen!

- Rauchverbot in Wäldern beachten!

- Kleine Glutreste reichen bereits für einen Wald- oder Wiesenbrand aus!

- Keine Zigaretten aus dem fahrenden Fahrzeug werfen!

- Parken nur auf ausgewiesenen Flächen und niemals im hohen Gras oder auf Feldern! Heiße Auspuffteile können zu einem Brand führen!

- Glas oder Glasscherben könne wie ein Brennglas wirken und gehören nicht auf Felder, Wiesen oder den Waldboden!

- Sollten sie einen Brand oder eine Rauchentwicklung feststellen, so melden sie das umgehend ihrer Feuerwehr unter der Notrufnummer 112!

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