Sechs Lokalitäten am Donnerstag in Lüdenscheid und Iserlohn überprüft

Großeinsatz in Shisha-Bars im MK und in Hagen: So fällt die Bilanz aus

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Symbolbild

Märkischer Kreis - Im Rahmen eines länger geplanten, routinemäßigen Großeinsatzes haben Polizei, Zoll, Ordnungsämter und Steuerfahndung am Donnerstag in den Abendstunden in Lüdenscheid, Iserlohn und Hagen insgesamt zwölf Shisha-Bars kontrolliert. So fällt die Bilanz der Ermittler aus.

Wer am frühen Donnerstagabend gegen 18 Uhr auf der Friedrichstraße in Iserlohn unterwegs war und das Gebäude der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis passierte, dem fiel womöglich die Fahrzeug-Kolonne auf: mehrere Autos mit dem Kennzeichen-Anlauf "BD 16" für den Zoll, dazu Streifenwagen der Polizei.

Ein Sprecher des Hauptzollamtes Dortmund bestätigte am Freitagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion den Einsatz: 

Sowohl in Iserlohn als auch anschließend in Lüdenscheid wurden einmal mehr Shisha-Bars überprüft. Es ging um die Themenfelder Steueraufsicht sowie Bekämpfung von Schwarzarbeit. Teil der Kontrollen waren aber beispielsweise auch die verpflichtend zu installierenden Kohlenmonoxid-Melder. 

Jeweils mehr als 100 Dosen Wasserpfeifentabak sichergestellt

Konkret wurden drei solcher "Rauch-Lokale" in Iserlohn überprüft, dann drei weitere in der Kreisstadt Lüdenscheid - und schließlich noch sechs unweit in Hagen.

Und überall gab es Beanstandungen: In den Iserlohner Etablissements wurden insgesamt 149 Dosen mutmaßlich unversteuerten Wasserpfeifentabaks sichergestellt, in Lüdenscheid weitere 128 Dosen.

In welchen Straßen konkret die jetzt überprüften Shisha-Bars lagen, durfte der Zoll-Sprecher nicht sagen.

Polizeibeamte müssen selbst nicht aktiv werden

Mit der Sicherstellung des Wasserpfeifentabaks war es indes nicht getan: Insgesamt fünf Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (drei in Lüdenscheid, zwei in Iserlohn) wurden ebenso eingeleitet wie ein Strafverfahren (Iserlohn).

Die zwölf Beamten des Zolls und der Steuerfahndung wurden begleitet von Beamten der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis. Die mussten indes nicht selbst aktiv werden: Nach Angaben eines Sprechers gab es keine strafrechtlich relevanten Vorfälle oder Feststellungen.

Strenge Auflage für Shisha-Bars

Das gilt so auch für den letzten Einsatz des Tages in Hagen. Dort nahmen die Behörden in Altenhagen, im Bahnhofsbereich und in Wehringhausen sechs Shisha-Bars unter die Lupe.

Hier wurde ein Strafverfahren wegen unversteuerten Tabaks eingeleitet. In 19 Fällen ergaben sich Hinweise auf Ordnungswidrigkeiten, vor allem Verstöße gegen das Gaststättengesetz, den Nichtraucherschutz und die Abgabenordung. 

Auch nicht genehmigte Spielgeräte fielen den Einsatzkräften auf. 

Behörden arbeiten Hand in Hand

Shisha-Bars unterliegen nach Angaben der Ermittler strengen, komplexen Auflagen, "die durch zahlreiche behördliche Stellen in regelmäßigen Abständen überprüft werden."

Insofern wird es auch in Zukunft solche Einsätze geben, bei denen verschiedene Ermittlungsbehörden Hand in Hand arbeiten.

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