Baum verfehlt Zug nur knapp

Baum stürzt auf Gleise: Ruhr-Sieg-Strecke wieder frei

Reparatur-Arbeiten  an der Oberleitung: Ein Baum war auf die Gleise in Nachrodt gestürzt
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Reparatur-Arbeiten an der Oberleitung: Ein Baum war auf die Gleise in Nachrodt gestürzt.

Der Zugverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke bleibt eingeschränkt: Die Reparatur der Oberleitung dauert länger als gedacht. Es gibt neue Details zum Unfall: Der Baum, der auf die Gleise in Nachrodt fiel, verfehlte nur knapp einen Zug.

Update vom Donnerstag (4. Februar) 15.08 Uhr: Gute Nachrichten für alle Zugreisende: Die Ruhr-Sieg-Strecke ist wieder frei. Die Oberleitung ist repariert und die Bahnstrecke wurde wieder freigegeben.

Update vom Donnerstag (4. Februar) 13.52 Uhr: Die Reparaturarbeiten an der Ruhr-Sieg-Strecke dauern länger als geplant. Dort ist am Mittwochabend (3. Februar) ein Baum umgestürzt und hat eine Oberleitung beschädigt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstagmorgen mitteilte, sollten die Arbeiten eigentlich bis Mittag abgeschlossen sein.

Daran habe man jedoch nicht festhalten können, heißt es jetzt. Die Mitarbeiter sind noch immer vor Ort. Sie benötigen mehr Zeit, um die beschädigte Oberleitung wieder instand zu setzen und den Baum aus dem Gleis zu entfernen.

Züge fahren wieder eingleisig

Inzwischen können Züge aber zumindest eingleisig wieder die Unfallstelle passieren, wie die Bundespolizei mitteilt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigt das. Allerdings ist nicht bekannt, welche Zugverbindungen dadurch wieder bestehen. So oder so ist vorerst weiterhin mit starken Einschränkungen und Verspätungen zu rechnen, weil die Züge die Unfallstelle laut Polizei nur mit großer Vorsicht und maximal 15 km/h passieren dürfen. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass die Ruhr-Sieg-Strecke bis 15 Uhr wieder auf beiden Schienen befahrbar ist.

Neue Details hat auch die Bundespolizei zu dem Vorfall bekannt gegeben. Offenbar hätte das Umstürzen des Baums katastrophale Folgen haben können. Denn nur wenige Sekunden vor dem Unglück hatte ein mit Personen besetzter Bezug die Stelle passiert, berichtet Hendric Bagert, Sprecher der zuständigen Bundespolizei in Dortmund. „Die Reisenden haben riesiges Glück gehabt“, unterstreicht er.

Zug bei Unfall beschädigt

Obwohl der Zug schon einige Meter von der Einschlagstelle des Baumes entfernt war, wurde er durch das Abreißen der Oberleitung dennoch beschädigt. „Irgendwie hat es der Zugführer geschafft, den Zug noch bis in den Bahnhof Altena zu schleppen“, sagt Bagert. Dort habe das Fahrzeug auch am Donnerstag noch gestanden, denn es war nicht mehr fahrbereit. „Die Stromabnehmer wurden beschädigt“, erklärt Bagert. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine näheren Angaben machen.

Ruhr-Sieg-Express RE 16 und Ruhr-Lenne-Bahn RB 91 verkehren derzeit nicht

Erstmeldung von Donnerstag (4. Februar) 10.03 Uhr: Fahrgäste, die am Donnerstagmorgen wie gewohnt mit dem Zug durch das Lennetal fahren wollten, erlebten eine böse Überraschung. Auf der Lenneschiene verkehren seit Mittwochabend nur noch sehr vereinzelt Züge.

Betroffen sind demnach nach ersten Informationen die Verbindungen des Ruhr-Sieg-Express RE 16 (Siegen-Iserlohn bzw. Essen) und der Ruhr-Lenne-Bahn RB 91 (Hagen-Siegen). Hier wurde der Betrieb am Donnerstagmorgen komplett eingestellt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen läuft zwischen den Bahnhöfen Werdohl und Iserlohn-Letmathe.

Reparatur: Zugstrecke voll gesperrt

Grund für die Sperrung eines großen Teils der Ruhr-Sieg-Strecke sei eine Störung an der Oberleitung. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, sei in Nachrodt am Mittwochabend (3. Februar) ein Baum ins Gleis gestürzt und hat dabei eine Oberleitung beschädigt.

„Die Reparaturarbeiten laufen, die Strecke wurde dafür voll gesperrt“, heißt es von der DB. Man hoffe darauf, dass der Schaden bis Mittag behoben sein wird und der Bahnverkehr wieder rollen kann. Auf der Lenneschiene fahren Züge von Abellio Rail NRW. 

Bahn: Fragwürdige Informationspolitik

Ärgerlich fanden manche Fahrgäste vor allem die äußerst schlechte Informationspolitik der Bahn. Während an den Bahnhöfen per Durchsage und Informationstafeln noch am Donnerstagmorgen erklärt wurde, die Züge hätten lediglich eine Verspätung von bis zu 30 Minuten, standen die Busse des Schienenersatzverkehrs schon bereit.

Manch ein Bahnkunde fragte sich, ob die Information über die Sperrung der Strecke nicht bereits an den Bahnhöfen hätte verkündet werden können - schließlich war das Problem mit der Oberleitung bereits am Mittwochabend bekannt.

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