Zweiter landesweiter Warntag in NRW / In Lüdenscheid war nichts zu hören

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Landesweiter Warntag ist am 7. März - auch im MK.

Märkischer Kreis - Nur Lüdenscheid ist noch nicht vorbereitet - in allen anderen Städten und Kommunen im Märkischen Kreis wurde es am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr laut. 140 Sirenen sollten zeitgleich aufheulen. So will der Kreis für den Fall einer Katastrophe gewappnet sein. 

Pünktlich um 10 Uhr, so hieß es in einer Pressemitteilung des Kreises, sollte Stephan Volkmann, Chef der Kreisleitstelle der Feuerwehr, am Donnerstag, 7. März, auf den Knopf drücken und die Warntöne aktivieren: „Entwarnung“ (zwei Minuten Pause), „Warnung“ (zwei Minuten Pause) und „Entwarnung“. Anlass war der zweite landesweite Warntag.

Der erste hatte im September vergangenen Jahres stattgefunden. Künftig sollen jedes Jahr Anfang März die Sirenen heulen.

Nachholbedarf gibt es in Lüdenscheid

Nachdem viele Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis ihre Warnanlagen in den vergangenen Jahren um- oder nachgerüstet haben, ist laut Kreisverwaltung eine beinahe flächendeckende Alarmierung der Kreisbevölkerung in den Städten und Gemeinden möglich. 

Auch bei Großbränden wird alarmiert - wie hier an der Werdohler Landstraße. 

Nachholbedarf gibt es zurzeit noch ausgerechnet in der Kreisstadt Lüdenscheid. Es werde aber aktiv an dessen Behebung gearbeitet. Hier sollen Sirenen an 29 Standorten im Stadtgebiet installiert werden - das kann laut Verwaltung aber noch ein paar Jahre dauern. 

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen

Ziel des landesweiten Warntages ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und den Bürgern Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen kann. Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen – nur wenn die Bürger rechtzeitig gewarnt werden, könnten Gefahren gebannt und Schäden erfolgreich bewältigt werden, heißt es. 

Sirenen und Lautsprecherdurchsagen

„Über Radio, Fernsehen und Internet“, schreibt die Kreisverwaltung, würden viele Menschen erreicht – das Land Nordrhein-Westfalen wolle noch mehr und setze außerdem auf Sirenen und Lautsprecherdurchsagen. 

Der Aufruf zu bestimmten Verhaltensweisen diene nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtere die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Die Bürger könnten durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten. 

"Ältere kennen die Signale aus dem Krieg"

Die Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen sei entscheidend, um das Risiko so gering wie möglich zu halten: „Ältere Menschen kennen die Signale aus dem Krieg und denken mit Schrecken daran zurück, Jüngeren sagen die Warntöne meist nichts. Jeder sollte wissen, wie er sich verhalten muss.“ 

Die Warnung der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenschutz sei ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr. Dafür zuständig seien in der Regel die Kommunen.  

Spezialfall Plettenberg

Auch die Stadt Plettenberg hat am Sirenenwarntag teilgenommen. Speziell die Außenbezirke Landemert und Pasel standen dabei im Fokus der Probealarmierungen, denn die Stadt Plettenberg gehört zu den Städten, die sich in Ergänzung zur bekannten Warnapp „NINA“, für acht mobile Sirenen, welche mit Hilfe von Landesmitteln angeschafft werden konnten, entschieden hat.

Vorteil dieser netzunabhängigen Sirenen ist neben den üblichen akustischen Warnsignalen, insbesondere die Möglichkeit von Sprachdurchsagen, um im Schadenfall (z.B. Brand mit Rauchausbreitung) ortsteilbezogen spezielle Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung geben zu können.

In Landemert bestand zudem die Möglichkeit, eine ehemalige und noch vorhandene stationäre Sirene reaktivieren zu können, um einen Vergleich zu den mobilen Sirenen zu erhalten. Die Sirenenprobe hat ein eigens gebildeter Arbeitskreis „Bevölkerungswarnung“ der Feuerwehr Plettenberg durchgeführt, derdie daraus gebildeten Ergebnisse zusammentragen und auswerten wird.

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