Polizei fährt Ford

Kameras vorne und hinten, Maschinenpistole: Neuer Streifenwagen für MK ist ein Diesel

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Der neue Ford S-Max wurde bereits im Regelbetrieb getestet.

Lüdenscheid - Die Polizei im Märkischen Kreis bekommt neue Einsatzfahrzeuge für den Streifendienst. Statt mit einem 3er-BMW fahren die Beamten künftig in einem Ford vor. Sie sind mit Kameras ausgestattet. Getankt wird Diesel. 

Die Polizei NRW wird ihre Streifenwagenflotte in den kommenden Monaten auf den Ford S-Max umstellen. Auch im Märkischen Kreis kommt das neue Fahrzeug bald zum Einsatz. 

Der neue Streifenwagen hat sich im Praxistest gegen vier Mitbewerber durchgesetzt: den BMW 2er Gran Tourer, Opel Zafira, VW Touran und als so genannter Utility (Kleinbus) den Mercedes Benz Vito. Das Land kauft die Wagen für rund 50.000 Euro pro Stück.

Hier ist Platz für die Ausrüstung.

Die Polizei im Märkischen Kreis präsentierte am Montag stolz die Eckdaten der neuen Flottenfahrzeuge. Der Van mit 2-Liter Eco-Blue-Dieselmotor mit 190 PS verfügt über ein spezielles Ladungssicherungssystem mit Platz fürdie Ausrüstung wie Schutzwesten, Maschinenpistolen, Helme, Taschen. Neu ist eine volldigitales Videosystem zur Eigensicherung mit Kameras, die den Bereich vor und hinter dem Streifenwagen aufzeichnen können - ähnlich wie es die amerikanische Polizei seit Jahren verwendet. 

Die alten BMW werden ersetzt

Noch in diesem Jahr sollen die rund 2000 Exemplare des aktuellen Streifenwagens vom Typ BMW 318d Touring nach und nach ersetzt werden. Dann laufen die derzeitigen Leasing-Verträge aus.

Die derzeit in NRW genutzten 3er BMWstanden von Anfang an in der Kritik. Hauptkritikpunkt: der Streifenwagen sei den Beamten zu klein und zu eng. Es gäbe nur Platz für einen Schutzhelm, obwohl die Polizeibeamten immer zu zweit im Auto unterwegs sind. Selbst im Kofferraum herrscht Platzmangel, die Rückbank dient deswegen als Stauraum.

Probleme mit den Anschnallgurten

Große Probleme machten unter anderem auch die Anschnallgurte: sie wären nicht höhenverstellbar und würden zu einer falschen und schlechten Sitzposition führen. Beim Aussteigen auf der Beifahrerseite bliebe obendrein noch die Pistole am Gurt hängen.

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