Jusos wollen „nicht an den Katzentisch“

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Philipp Siewert, Fabian Ferber, Shari Kowalewski, Riad Miro und Linda Engels (von links) wollen als Unterbezirksvorstand die Politik in Kreis und Gemeinden verjüngen.

Iserlohn - „Wir hatten wohl noch nie so viele Ratskandidaten unter den Delegierten wie heute“, freute sich am Samstag ein stolzer Fabian Ferber auf der Unterbezirkskonferenz der Jusos in Iserlohn. Viele SPD-Ortsvereine im Kreis hätten Mitglieder der Nachwuchsorganisation für die bevorstehende Kommunalwahl nominiert. „Wir vertreten die jungen Leute im Kreis“, zeigte sich der Juso-Vorsitzende selbstbewusst.

Allein: Auf Kreisebene selbst sind die Jungsozialisten noch nicht ganz zufrieden mit dem Erreichten. „So viele Punkte im Kreiswahlprogramm der SPD gehen auf unsere Initiative zurück. Da sollten wir nicht am Katzentisch sitzen“, erklärte der 25-Jährige. Nach einhelliger Meinung der Jusos soll auf jeden Fall eines ihrer Mitglieder in den Kreistag einziehen. Konkret gedacht haben sie dabei an Shari Kowalewski aus Lüdenscheid.

Einstimmig nominierte die Unterbezirkskonferenz die 19-Jährige als ihre Spitzenkandidatin und fordert für sie auf der SPD-Reserveliste einen Listenplatz unter den ersten 15, mit dem sie bei der Kommunalwahl im Mai so gut wie sicher in den Kreistag einziehen wird. „Das wird Diskussionen geben“, ist Fabian Ferber klar, aber: „Wir wollen Kreisjugendpolitik machen, und das nicht nur im Jugendhilfeausschuss. Wir brauchen junge Ansprechpartner.“

Unterstützung dafür signalisierten die anwesenden „alten Hasen“ der SPD. Die Landtagsabgeordneten Gordan Dudas und Michael Scheffler, Europaabgeordnete Birgit Sippel, SPD-Kreistagsfraktions-Vorsitzende Angelika Machelett und Iserlohns SPD-Stadtverbandsvorsitzender Dimitrios Axourgos begrüßten das Engagement der junge Leute. An ihren Grußworten ließ sich aber auch überdeutlich der bevorstehende Wahlkampf ablesen: Sie nahmen eine Stunde in Anspruch.

In der Sache waren sie sich mit den Jusos einig. Insbesondere die CSU-Kampagne „Wer betrügt, der fliegt“ wurde heftig kritisiert. Auch vor Ort ist das Ziel klar: ein Politikwechsel im Kreis.

Bildung und Mobilität, Wohn- und Lebensqualität, Kultur und Europa sind dabei die Themen, zu denen die Jusos im Wahlkampf ihre Positionen offensiv vertreten wollen. Beispiele sind eine „jüngere“ Kulturpolitik mit einem Ersatz für den Burgrock und eine engere Verbindung zu den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Jugendorganisationen in den Partnergemeinden.

Dass die bisherige Arbeit des Juso-Vorstandes im Unterbezirk Zustimmung bei den Mitgliedern gefunden hat, zeigten die anstehenden Wahlen. Einstimmig wurde Fabian Ferber als Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie seine Stellvertreter Linda Engels, Shari Kowalewski, Riad Miro und Philipp Siewert.

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