Jusos: Negatives als Ansporn

Die Jusos im Märkischen Kreis haben ihre Idee vom fahrscheinlosen Nahverkehr nicht aufgegeben. Der Unterbezirk der SPD-Nachwuchsorganisation trifft sich am Samstag in Iserlohn.

Märkischer Kreis - Die Kommunalwahlen Ende Mai wollen die Jungsozialisten im Märkischen Kreis nutzen, um die SPD in den Räten sowie im Kreistag zu verjüngen. Am kommenden Samstag will die Nachwuchsorganisation bei ihrer Unterbezirkskonferenz die personellen und inhaltlichen Weichen für die nächsten Jahre stellen.

In vielen Städten und Gemeinden im Kreis hätten die SPD-Ortsvereine junge Kandidaten in aussichtsreichen Wahlkreisen oder auf aussichtsreichen Listenplätzen nominiert, so Juso-Vorsitzender Fabian Ferber.  „Die Jusos im Märkischen Kreis wollen inhaltlicher und personeller Motor der SPD bleiben. Die anstehenden Kommunalwahlen werden hierfür ein entscheidender Gradmesser sein.“ Noch wichtiger als Personen sei die Umsetzung der inhaltlichen Zielvorstellung. Denn Stadt- und Kreispolitik dürften nicht als politische Abwicklungsprozesse missverstanden werden, sondern stellten die Verantwortlichen vor zahlreiche Herausforderungen. „Negative Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sind Ansporn für uns, die Lebensqualität in unserer Heimat zu verbessern.“

Die Pendlerüberschüsse zeigten, dass der Märkische Kreis als Wirtschaftsstandort sehr attraktive Arbeitsplätze vorweise. „Der Wohlfühlfaktor scheint aber nicht ausreichend zu sein, damit die zahlreichen Einpendler hierhin ziehen. Dies kann auf mittlere Sicht auch den Wirtschaftsstandort gefährden. Wenn in der Region nicht genügend Fachkräfte leben, könnten Unternehmen eben den Fachkräften folgen und ihre Standorte entsprechend verlagern.“

Während ihrer Konferenz wollen die Junggenossen eine Reihe von Vorschlägen debattieren, was aus ihrer Sicht geschehen muss, damit die Städte und Gemeinden im Kreis als interessantes Lebensumfeld wahrgenommen werden. Ferber: „Deswegen fordern wir den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Der Öffentliche Personennahverkehr muss attraktiver werden. Unsere Idee vom fahrscheinlosen Nahverkehr wird weiter verfolgt. Außerdem muss sich der Gesundheitsstandort erneuern. Junge Mediziner wollen sich laut Umfrage des Hartmannbunds mehrheitlich nicht niederlassen. Zur Sicherung der ärztlichen Versorgung sollen die Märkischen Kliniken als Träger von Medizinischen Versorgungszentren fungieren, in denen angestellte Ärzte für die fachärztliche Versorgung vor Ort sorgen. Ferner müssen die Kliniken ihren Status als Dienstleister der Maximalversorgung behalten.“

Um strategische Ziele umsetzen zu können, sei ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl die Grundvoraussetzung. Während der Ausgang der Bundestagswahl ernüchternd gewesen sei, habe der Mitgliederentscheid zur Großen Koalition die Partei belebt. „Wir wollen auch im kommenden Jahrzehnt die Mehrheit der Bürgermeister und den Landrat stellen.“

- Von Bernd Eiber

Die Juso-Konferenz findet am Samstag, 18. Januar, ab 13 Uhr im Alten Stadtbad in Iserlohn statt.

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