Rückblick auf das Jahr 2018 im Märkischen Kreis

So war 2018: Diese Themen bewegten unsere Leser am meisten

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2018 war ein Jahr der Hitze und der Waldbrände im Märkischen Kreis. Hier am Wixberg in Altena.

Märkischer Kreis - Was waren für die Leser auf Come-on.de die wichtigsten Nachrichten im Jahr 2018? Wir haben die Themen zusammengestellt, die in den vergangenen zwölf Monaten am meisten Aufsehen erregten - und gelesen wurden.

Das Jahr der Wetter-Extreme

Dauerregen mit kurzer Sommerpause – so sieht das Jahr im Sauerland oft aus. Diesmal ist alles anders. 2018 ist das Jahr der Wetter-Extreme. Im Januar fegt Sturmtief Friederike über den Kreis, entwurzelt Bäume und hebt Dächer ab. Im Februar friert das öffentliche Leben bei zweistelligen Minusgraden ein.

Sturmtief "Friederike" trifft den Märkischen Kreis mit voller Wucht I

Sturmtief "Friederike" trifft den Märkischen Kreis mit voller Wucht II

Umgekippter Laster auf der A45

Im Mai vergeht kaum eine Woche ohne Blitz, Donner und überflutete Straßen. Es folgen Monate mit Rekordhitze und langer Trockenheit. Die Folgen: Waldbrände überall - und später Niedrigwasser in den Talsperren des Kreises.

Von oben gesehen: Niedrigwasser in den Talsperren des Märkischen Kreises

Nichts gegen einen kernigen Winter und einen heißen Sommer. 2019 dürfen die Temperatur-Ausschläge aber gerne kleiner sein.

Sommer der Wetter-Rekorde in Lüdenscheid

Unfalltod zweier Kinder

Verkehrstote gibt es auch 2018 – jeder einzelne ist einer zu viel. Das Schicksal zweier Unfallopfer geht den Lesern jedoch besonders zu Herzen, denn sie sind Kinder. Im Juni kommt ein Säugling bei einem Frontalzusammenstoß in Kierspe-Berkenbaum ums Leben. Die Ermittler haben einen furchtbaren Verdacht, der sich bestätigt.

Im September stirbt der kleine Omar auf der Lennepromenade in Altena. Er stürzt, als er über die Straße läuft, und wird von einem Auto erfasst. Die Anteilnahme in der Stadt ist groß.

Frau rast in Fußgängergruppe

Am 8. Juni gehen in Altena die Sirenen. Eine Frau ist in ihrem Kleinwagen auf der B236 in Bahnhofsnähe in eine Gruppe von vier Männern gerast. Weil die zum Teil schwerverletzten Unfallopfer zur türkischen Gemeinde gehören und gerade vom Freitagsgebet gekommen sind, kursieren in sozialen Medien Gerüchte: Die Rede ist von Absicht und fremdenfeindlichem Hintergrund.

Auto fährt in Fußgängergruppe

Der Unfall schlägt Wellen auch in türkischen Medien. Der Konsul schaltet sich ein. Die Polizei tritt den Gerüchten entgegen: „Tragischer Verkehrsunfall, nicht Terrorakt!“ Warum genau es zu dem Unfall kam, bleibt offen. Zuletzt sollte der Airbag des Autos untersucht werden.

SEK-Besuch bei der alten Dame

Am 6. Dezember bekommt Helga Mackenbach in aller Frühe Besuch. Es ist nicht der Nikolaus. Lärm im Flur, ein gleißend heller Blitz auf dem Balkon, dann fliegt die Schlafzimmertür auf. Am Bett der Dame stehen schwer bewaffnete SEK-Beamte und schauen so verdutzt auf die 88-jährige Dame wie die aus ihrem Bett auf die Polizisten.

Die Exklusiv-Geschichte der Lüdenscheider Nachrichten über die peinliche Adress-Panne bei der Rocker-Razzia macht deutschlandweit Schlagzeilen – auch, weil Helga Mackenbach großartig auf den ungebetenen Besuch reagiert.

Helga Mackenbach (im Bild mit Nachbar Albert Günther) erwies sich nach dem ersten Schock nach dem SEK-Einsatz als gute Gastgeberin.

Dauer(b)renner Nordhelle

Keine Straße im Kreis liefert 2018 soviel Stoff und Zoff wie die L707 zwischen Herscheid und Valbert. Die Kreisverwaltung kündigt im Januar an, die unfall- und lärmträchtige Biker-Paradestrecke zur Hauptsaison für Motorräder zu sperren, Ende Mai kassiert das Verwaltungsgericht den Beschluss – sehr zur Freude der 1800 Kradfahrer, die in der Zwischenzeit gegen die Sperrung demonstriert haben.

Die Bilder zur Motorrad-Demo an der Nordhelle mit über 1800 Teilnehmern

Was in diesem Jahr sonst noch auf der L707 geschieht: Anti-Polizei-Schmiereien auf Verkehrsschildern, Tempo-Exzesse, viele Unfälle mit Schwerverletzten und sogar einem Toten. Und einen Biker, der sich vor den Augen der Polizei an der Applauskurve unfreiwillig zum Deppen macht.

Feuerwehr: Einsatz bis zur Erschöpfung

Es ist schon heiß genug im Hochsommer. Dann kommen auch noch die Flammen dazu. Teils mehrtägige Waldbrände am Hegenscheid und am Wixberg in Altena, wo zu Spitzenzeiten 500 Kräfte im Einsatz sind, sowie am Saley in Plettenberg laugen die Feuerwehrleute aus. Der große Zuspruch aus der Bevölkerung tut gut.

Großer Waldbrand am Wixberg in Altena

Auch abseits der Wälder schlagen die Flammen zu: In Altena-Evingsen explodiert im Juli ein Wohnhaus; ein Mann stirbt. Es ist Brandstiftung. In Lüdenscheid brennt im Dezember auf 60 Meter Länge eine Industriehalle an der B229, bei der ein Mitarbeiter im letzten Moment von der Feuerwehr gerettet wird. In Balve verbrennen 1000 Küken in einer Brüterei und in Iserlohn geht eine Galvanik in Flammen auf.

Großbrand in Lüdenscheid - Gewerbehalle brennt lichterloh auf 60 Metern

2018: Die schönen Seiten

Unfälle, Tote, Streit, Brände und der spätsommerliche Verkehrskollaps in der von Baustellen durchsetzten Lüdenscheider City - das Jahr 2018 hat viele unschöne Seiten. Aber auch sehr schöne. 

Beim Firmenlauf in der Lüdenscheider Innenstadt feiern Ende Juni Tausende friedlich bis in die laue Sommernacht hinein.

AOK-Firmenlauf 2018 - das Warm-Up

AOK-Firmenlauf 2018 - Auf der Strecke

Das Altenaer Schützenfest (alle Bilder und Videos hier), das nur alle drei Jahre stattfindet, wird zum Zuschauermagneten an der Lenne. Ebenfalls zu Besuch in Altena ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Allerdings ist nicht jeder davon begeistert, denn die Sicherheitsvorschriften rund um die präsidiale Autokolonne legen den Verkehr in Altena lahm.

Meinerzhagen jubelt über den Aufstieg des RSV in die Fußball-Westfalenliga. Und die Lichtrouten (hier alle Bilder und Videos) werden zum Höhepunkt im Jahr des 750. Geburtstages der Stadt Lüdenscheid.

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