Der Iserlohner Paul Ziemiak wird CDU-Generalsekretär

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Hamburg/Iserlohn - Einen Tag nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Vorsitzenden hat Annegret Kramp-Karrenbauer ihre erste wichtige Personalentscheidung getroffen: Der in Iserlohn aufgewachsene Paul Ziemiak, Chef der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, wird Generalsekretär.

Doch für den 33-jährigen Herner Bundestagsabgeordneten gab es am Samstag beim CDU-Bundesparteitag in Hamburg gleich einen Dämpfer: Nur knapp 63 Prozent der Delegierten gaben dem Sauerländer ihre Stimme. Das verhältnismäßig schlechte Ergebnis könnte als Zeichen gewertet werden, dass die Partei nach dem intensiven Wettbewerb um den Parteivorsitz noch geraume Zeit braucht, um Gräben zu schließen. "Ich danke Euch für dieses ehrliche Ergebnis", kommentierte Ziemiak.

Ziemiak könne der CDU auf diesem Posten, den er direkt von seiner neuen Chefin übernimmt, helfen, wieder mehr junge Menschen zum Eintritt in die Partei zu bewegen, sagte Kramp-Karrenbauer. Mit dem Wechsel muss Ziemiak das Amt des JU-Chefs abgeben. Kramp-Karrenbauer widersprach der Darstellung vieler Kommentatoren, nach der Kampfkandidatur um den Parteivorsitz gebe es tiefe Risse in der CDU: "Nein, die Partei ist nicht gespalten."

Der gebürtige Pole startete seinen politischen Werdegang 1999 in Nordrhein-Westfalen als neues Mitglied der JU und erster Vorsitzender des Kinder- und Jugendparlaments der Stadt Iserlohn. 2001 trat er in die CDU ein; 2012 wurde er Landesvorsitzender, 2014 Bundesvorsitzenden der Jungen Union.

Nach eigenen Angaben hatte Kramp-Karrenbauer Ziemiak bereits früh gefragt, ob er unter ihr Generalsekretär werden wolle. Aus Loyalität zu den anderen beiden Bewerbern, die wie Ziemiak aus NRW kommen, habe er aber zunächst abgesagt. "Am Rande der Tanzfläche" des Delegiertenabends habe sie ihn am Freitag aber noch einmal angesprochen und dann auch überzeugt. Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" sollen die beiden auch mit dem NRW-CDU-Vorsitzenden Armin Laschet darüber gesprochen habe.

Lesen Sie dazu auch unser Interview:

JU-Chef Ziemiak über Groko: "So kann es nicht weitergehen"

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