Großer Feuerwehreinsatz 

Fehlalarm: Harmlose Motte statt Eichenprozessionsspinner

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Die Wehrleute vernichteten die Nester mit einem Gasbrenner.

[Update 12.25 Uhr] Alles nur falscher Alarm: Die Iserlohner Feuerwehr war am Sonntagabend ausgerückt, um gegen den vermeintlichen Eichenprozessionsspinner anzukämpfen. Grünflächen von mehreren hundert Metern Länge an der viel befahrenen Dortmunder Straße sollten betroffen sein - allerdings nur von harmlosen Motten, wie sich erst einen Tag später herausstellte. 

Iserlohn - Vermeintliche Eichenprozessionsspinner haben sich in Iserlohn nach einem großen Feuerwehreinsatz als Larven einer harmlosen Motte entpuppt. Am Montag gab es Entwarnung, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. 

Nach Hinzuziehung von Fachleuten am Montag sei festgestellt worden, dass es sich um die Gespinstmotte handele, die ganz ähnliche Nester baue. Anders als der gefürchtete Eichenprozessionsspinner hat sie aber keine giftigen Brennhaare. Diese können bei Menschen Atemwegsprobleme und Hautreizungen auslösen. 

Mit 30 Kräften war die Feuerwehr am Sonntagabend im Einsatz gewesen, um großflächige Nester gezielt mit Gasbrennern abzubrennen. In der Annahme, dass es sich um Gespinste des gefährlichen Eichenprozessionsspinners handele, waren die Feuerwehrleute in Schutzanzügen und Atemschutzfiltern ausgerüstet vorgegangen. 

Die Straße und umliegende Fußwege waren gesperrt worden. Erst als am Montag weitere Raupennester weggeflammt werden sollten, stellte man den Irrtum fest.

Großer Einsatz der Feuerwehr

Ein Spaziergänger hatte am Sonntagabend gegen 18.15 Uhr einige Larven auf Sträuchern am Rand einer viel befahrenen Straße entdeckt. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass Grünflächen auf einer Länge von mehreren hundert Metern betroffen waren.

Da sich die Ausmaße des Befalls als so drastisch darstellten, wurden zur Unterstützung mehre Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Etwa 30 Feuerwehrleute beseitigten schließlich die vermeintlichen Larven des Eichenprozessionsspinners. 

Dazu waren Schutzanzüge und Atemschutzfilter nötig - denn es handelt sich beim Eichenprozessionsspinner um einen Schmetterling, dessen Raupen zur Gesundheitsgefahr werden können. Die Haare der Raupe können schwere Haut- und Atemprobleme auslösen.

Die Beseitigung erfolgte praktisch ohne Einsatz von Chemie: Gefundene Nester wurden mit einem Gasbrenner vernichtet und anschließend entsorgt. Die angezündeten Pflanzen wurden sofort gelöscht, ein Tanklöschfahrzeug tränkte die betroffenen Bereiche mit großen Wassermengen.

Was nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner zu tun ist

Direkt angrenzend an die befallene Zone liegen eine Tankstelle, eine Burger-King-Filiale sowie die Iserlohner Feuerwache.

Die Pflanzen, die zur Beseitigung des Schädlings angezündet werden mussten, wurden direkt im Anschluss gelöscht. 

Bis zum Einbruch der Dunkelheit hatte die Feuerwehr den Bereich stadtauswärts bis zur nächsten Kreuzung abgearbeitet. Die entgegengesetzte Richtung war der Feuerwehr zufolge für den fußläufigen Verkehr gesperrt worden.

Die Dortmunder Straße war am Sonntagabend von 18.15 Uhr bis etwa 22.15 Uhr stadtauswärts komplett gesperrt. 

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