Streit eskaliert

Schuss auf Parkplatz im MK: SEK überwältigt bewaffneten Mann

SEK-Einsatz in Iserlohn
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Schüsse auf Parkplatz in Iserlohn (MK): Beamte der SEK überwältigten den bewaffneten Tatverdächtigen.

Auf einem Parkplatz in Iserlohn kam es zu einer Konfrontation zwischen Polizei, SEK und einem Mann. Letzterer wurde mit einem Schuss überwältigt.

[Update] Iserlohn - Auf dem Parkplatz der „Thomas Philips“-Filiale an der Oberen Mühle in Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) kam es am Mittwochabend zu einem Großeinsatz der Polizei. Ein 43-Jähriger aus Menden hatte sich nach Polizeiangaben auf dem Parkplatz des Marktes mit einer Waffe verschanzt. Die Polizei holte das SEK hinzu, die den Tatverdächtigen letztendlich überwältigte.

StadtIserlohn
Fläche125,5 km²
Vereine und MannschaftenIserlohn Roosters, FC Iserlohn 46/49, ERG Iserlohn

Dabei sah es zunächst nach einer harmlosen Konfrontation aus. Gegen 17 Uhr war es nach Angaben der Polizei MK auf der Zufahrt zum Markt an der Oberen Mühle zu einem Beinahe-Unfall gekommen. Ein 39-jähriger Polizeibeamter befuhr die Obere Mühle in Richtung Kesbern. Er war laut Polizei außerhalb des Dienstes privat unterwegs, wollte nach links abbiegen auf den Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt. Ein Rollerfahrer vor ihm bremste abrupt ab, so dass der Pkw-Fahrer einen Zusammenstoß nur durch eine Vollbremsung verhindern konnte, heißt es weiter.

Der Polizeibeamte und der Motorrollerfahrer gerieten deshalb in einen Streit. In einer ausführlichen Pressemitteilung der Polizei im MK heißt es am Donnerstag wörtlich: „Der Rollerfahrer reagierte mit einem Schwall von Beleidigungen, ging auf den anderen zu und stieß ihn nach hinten. Auch als sich der Pkw-Fahrer als Polizeibeamter zu erkennen gab, ließ sich der Rollerfahrer nicht zurückhalten, zog ein Reizstoffsprühgerät heraus und drückte ab. Das Reizgas traf jedoch eine unbeteiligte 31-jährige Frau und ein einjähriges Kind.“

Iserlohn (NRW): Schüsse an Einkaufsmarkt - SEK überwältigt bewaffneten Mann

Nachdem der 43-jährige Mendener das Pfefferspray versprüht hatte, verschanzte er sich dann auf dem Parkplatz zwischen Fahrzeugen und Einkaufswagen, worauf hin der Pkw-Fahrer die Polizei rief. Die Beamten wiederum bedrohte der Mendener nach Darstellung der Polizei dann mit einer schwarzen Schusswaffe. „Die Polizeibeamten zogen sich darauf in sichere Entfernung zurück und alarmierten Verstärkung“, heißt es.

Zwar versuchten die hinzugezogenen SEK-Kräfte noch, den Tatverdächtigen zu beschwichtigen. Das allerdings ohne Erfolg. Um 19.30 Uhr erfolgte dann der Zugriff, bei dem ein Schuss abgefeuert wurde, durch den der Mann Informationen der Polizei vom Donnerstagmorgen zufolge schwer verletzt wurde. Er habe operiert werden müssen, sagte Polizeisprecher Marcel Dilling. Lebensgefahr habe aber nicht bestanden.

Iserlohn (MK): Frau und Kleinkind bekommen Reizgas ab

Kunden und Mitarbeiter des Ladens hatten die Filiale des Einkaufsladens durch einen Nebenausgang verlassen. Bei dem Mendener fand die Polizei bei ihm zwei CO2-Luftpistolen samt Geschossen und CO-Kartuschen sowie ein verbotenes Einhandmesser. Die Polizei hat gegen den Mendener ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

„Gegenwärtig wird durch das Ordnungsamt der Stadt Iserlohn eine Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik geprüft. Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss haben sich bislang nicht ergeben“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Das Polizeipräsidium Hagen führt die Ermittlungen gegen den Polizeibeamten, der den Schuss auf den 43-Jährigen abgab. Es ist üblich, dass in solchen Fällen eine andere Polizeibehörde das Verfahren leitet.

Die Straße Obere Mühle war während des Einsatzes gesperrt.

Nach einer wilden Schlägerei in Iserlohn, bei der Schlagring, Schere und Elektroschocker zum Einsatz kamen, gibt es neue Informationen.

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