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Muslimische Gräber im MK geschändet: Polizei hofft auf weitere Hinweise

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Iserlohn/NRW: Muslimes Gräber geschändet - 300 Menschen zeigen Solidarität
Nachdem auf dem muslimischen Teil des Hauptfriedhofs in Iserlohn in der Silvesternacht mehrere Gräber geschändet wurden, fand am Sonntag (2. Januar) eine Solidaritätsveranstaltung statt.  © Alex Talash

Nach der Zerstörung mehrerer muslimischer Gräber ist die Polizei weiter auf der Suche nach den Tätern. Jetzt bitten die Ermittler die Öffentlichkeit um Mithilfe.

[Update vom 4. Januar, 11 Uhr] Iserlohn - Die Polizei ist weiter auf der Suche nach den Tätern, die zwischen Silvester und Neujahr mehrere Gräber auf dem muslimischen Teil des Friedhofs in Iserlohn beschädigt haben. Der Staatsschutz der Polizei Hagen ermittele auf Hochtouren, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Muslimische Gräber im MK geschändet: Polizei bittet Bevölkerung um Hilfe

„Umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort und Zeugenbefragungen im Umfeld sind bereits durchgeführt worden“, teilen die Beamten eiter mit. Jetzt suchen die Ermittler nach weiteren Hinweisen und „bitten die Bevölkerung um Mithilfe“. Wer etwas gesehen, gehört oder gelesen hat, soll sich bei der Polizei melden. „ Haben sich die Täter bei jemandem zu dem Geschehen geäußert oder sogar geprahlt? Haben sie sich in Messengern oder anderen sozialen Netzwerken ausgetauscht? Jeder
Hinweis ist wichtig!“, heißt es von der Polizei. Zeugen sollen sich unter der Rufnummer 02331/9862066 melden.

Unbekannte haben auf einem Friedhof im Märkischen Kreis mehrere muslimische Gräber geschändet. Rund 30 Grabsteine wurden umgestoßen und beschädigt.
Unbekannte haben auf einem Friedhof im Märkischen Kreis mehrere muslimische Gräber geschändet. Rund 30 Grabsteine wurden umgestoßen und beschädigt. © Markus Klümper

[Erstmeldung] Iserlohn (NRW) - Nachdem auf dem muslimischen Teil des Hauptfriedhofs in Iserlohn in der Silvesternacht mehrere Gräber geschändet wurden, fand am Sonntag eine Solidaritätsveranstaltung statt. 300 Teilnehmer waren vor Ort.

Neben dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Iserlohn sprachen auch Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften. Unter den Teilnehmern war auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, er selbst kommt aus Iserlohn.

Wegen Störung der Totenruhe auf dem muslimischen Teil des Iserlohner Hauptfriedhofs ermittelt der Staatsschutz. Angehörige hatten die Zerstörung von Grabsteinen, Pflanzen und Deko am Samstag entdeckt und der Polizei gemeldet. - von Alex Talash

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