Denkmal schwer beschädigt

Verrückter Unfall in Iserlohn: Riesiger Zeigefinger spießt Opel auf

Die Unfallstelle in Iserlohn: Der Finger der Skulptur hat sich in den Opel Corsa gebohrt.
+
Die Unfallstelle in Iserlohn: Der Finger der Skulptur hat sich in den Opel Corsa gebohrt.

Eine Autofahrerin ist in der Nacht zu Montag im Märkischen Kreis in eine überdimensionierte Hand gerast. Die Bronze-Hand ist Teil eines Denkmals. Am Auto entstand Totalschaden.

Iserlohn - Wie durch ein Wunder blieb die Fahrerin bei dem Unfall in Iserlohn unverletzt. Sie machte sich zu Fuß aus dem Staub. Ein Anwohner der Baarstraße nahm die Verfolgung und stellte die renitente Frau, die sich mit Schlägen und Tritten wehrte. 

Die Polizei nahm die Frau - eine 33-Jährige ohne festen Wohnsitz - vorläufig fest.

Auto rast in überdimensionale Hand: Denkmal schwer beschädigt

Das Denkmal wurde schwer beschädigt. Bei der aus zwei Teilen bestehenden Bronzeskulptur handelt es sich um das 1985 geschaffene Kunstwerk "Kopf und Hand" des deutschen Bildhauers Eberhard Linke. Es besteht aus zwei aufeinander bezogene, überdimensionale Bronzeskulpturen, die durch Schultern und Armverlängerung andeutende Erdmodellierungen verbunden sind.

Zeuge wird durch Krach aufmerksam - und nimmt die Verfolgung aus

Wie die Polizei mitteilte, war ein Iserlohner Bürger durch die durch den Unfall hervorgerufene Geräuschkulisse auf den Unfall aufmerksam geworden und bemerkte, dass die Unfallfahrerin fußläufig von der Unfallstelle flüchtete. Kurzerhand nahm er die Verfolgung auf und stellte die Flüchtige, trotzt erheblich Gegenwehr mit Tritten und Schlägen, an der Gerichtstraße. 

Wie sich nach Eintreffen der Polizei herausstellte, verfügte die Flüchtige über keinen Führerschein und stand erheblich unter Alkoholeinfluss. Da sie sich zudem ohne festen Wohnsitz in Iserlohn aufhielt und ihre ausländische Identität nicht unmittelbar festgestellt werden konnte (falsche und keine Personalienangaben), landete sie in einer Zelle der Polizeiwache Iserlohn. 

Unfallverursacherin nüchtert auf der Polizeiwache aus

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde, nach der Ausnüchterung der Dame, ihre wahre Identität bekannt, da sie durch die Kriminalpolizei erkennungsdienstlich behandelt wurde. Bei der Vernehmung gab sie an, in Kürze an ihre Wohnanschrift ins Ausland zurückkehren zu wollen. 

Demzufolge wurde die Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 775 Euro angeordnet. Das nunmehr gegen sie anhängige Strafverfahren ist damit gesichert. Die Frau konnte nach Abschluss aller erforderlichen Maßnahmen die Wache wieder verlassen.

Die Polizei dankte dem Zeugen für das beherzte und couragierte Einschreiten. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare