35.000 Euro Sachschaden

Nach Brandstiftung im MK: Vermieter greift jetzt zu diesem Mittel

Verletzt wurde beim Brand in Iserlohn niemand - der Mieter war nicht zuhause und kehrte erst während der Löscharbeiten zurück. Jetzt hat der Vermieter der Wohnung eine Belohnung ausgesetzt.
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Verletzt wurde beim Brand in Iserlohn niemand - der Mieter war nicht zuhause und kehrte erst während der Löscharbeiten zurück. Jetzt hat der Vermieter der Wohnung eine Belohnung ausgesetzt.

[Update 11.04 Uhr] Wer hat an drei Stellen einer Wohnung in Iserlohn Feuer gelegt? Die Polizei ermittelt - der Vermieter hat jetzt eine Belohnung ausgesetzt.

  • Im Märkischen Kreis fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einem Brandstifter.
  • Das Feuer in einer Wohnung in Iserlohn ist am 29. Juli vorsätzlich gelegt worden.
  • Der Sachschaden ist enorm, der Vermieter hat jetzt eine Belohnung ausgesetzt.

Iserlohn - Der Vermieter jener Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hindenburgstraße in Iserlohn, in der am 29. Juli vorsätzlich Feuer gelegt worden war, hat sich jetzt zu einer ungewöhnlichen Maßnahme entschieden.

Wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Freitag (7. August) mitteilte, hat der Hausbesitzer eine Belohnung von bis zu 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen.

Brandstiftung in Iserlohn: So hoch ist der Sachschaden

"Die umfangreichen Ermittlungen der Polizei vor Ort sind abgeschlossen. Die Ermittler gehen von einer Brandstiftung aus. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 35.000 Euro geschätzt", hieß es.

Aus diesem Fenster einer Erdgeschosswohnung in Iserlohn quoll Rauch nach draußen, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen. Als Brandursache wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen.

Neue Erkenntnisse der Ermittler: Nur etwa 100 Meter vom Brandort entfernt - konkret im Eckbereich der angrenzenden Piepenstockstraße - seien Sammelkarten aus jener Wohnung gefunden worden, in der das Feuer an drei Stellen gelegt worden war.

Brandstiftung in Iserlohn: Sammelkarten verloren oder entsorgt?

"Der Täter könnte diese dort verloren oder weggeworfen haben", schlussfolgern die Ermittler im MK.

Hinweise erbittet die Polizei in Iserlohn unter der Telefonnummer 02371/9199-0.

Brandstiftung in Iserlohn: Feuer wurde an drei Stellen gelegt

Update, 30. Juli, 16.05 Uhr: Nach einem Wohnungsbrand von Mittwochabend (29. Juli) in der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hindenburgstraße in Iserlohn ermittelt die Polizei jetzt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am frühen Nachmittag mitteilte, sei das Feuer nach den ersten Untersuchungen gleich an drei Stellen ausgebrochen. Daher gehe die Polizei von einer Brandstiftung aus.

Brandstiftung in Iserlohn: Rauchmelder rief Nachbarn auf den Plan

Der Bewohner der betroffenen Iserlohner Wohnung im Erdgeschoss des Hauses, in dem sich sechs Wohnungen befinden, sei nicht zu Hause gewesen, als ein Nachbar kurz nach 22 Uhr am Mittwochabend (29. Juli) den Rauchmelder aus der Erdgeschosswohnung gehört habe.

Unter Atemschutz rückte ein Feuerwehr-Trupp in die Wohnung an der Hindenburgstraße in Iserlohn vor.

"Zu diesem Zeitpunkt kam bereits Qualm unter der Wohnungstür hervor. Der Nachbar alarmierte die Mitbewohner und verließ das Gebäude. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen", so die Polizei zum Hergang der Ereignisse.

Brandstiftung in Iserlohn: Wohnung vorläufig nicht bewohnbar

Die Iserlohner Feuerwehr, bei der der Alarm um 22.07 Uhr eingegangen war, hatte bereits mitgeteilt, dass der Rauch auch aus einem auf Kipp stehenden Fenster nach draußen gedrungen sei.

Noch während der Löscharbeiten sei dann der betroffene Mieter zurückgekehrt. "Seine Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Seine Nachbarn konnten im Laufe der Nacht zurück ins Haus", heißt es von Ermittlerseite.

Brandstiftung in Iserlohn: Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht?

Gesucht werden jetzt Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich der Hindenburgstraße in Iserlohn verdächtige Personen oder Fahrzeuge festgestellt haben. Wer solche Angaben machen kann, sollte sich unter Telefonnummer 02371/9199-0 melden.

Auf Anfrage sagte ein Polizeisprecher, dass die intensiven Ermittlungen zum mutmaßlichen Brandstifter in alle Richtungen liefen und dass bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts ausgeschlossen werden könne.

Brandstiftung in Iserlohn: Ermittlungen in alle Richtungen

In Frage kommt damit sowohl, dass sich eine fremde Person Zugang zur Wohnung verschafft und dann das Feuer gelegt hat als auch, dass der Wohnungsbesitzer selbst oder eine andere Person, die sich ggf. im Haus aufgehalten haben könnte, für den Brand verantwortlich ist.

Die Einsatzkräfte hatten das Feuer, das mutmaßlich durch Brandstiftung verursacht worden war, schnell im Griff. Verletzt wurde niemand.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in die betroffene Wohnung vorgerückt. "Weitere Trupps sicherten ab und kontrollierten die geräumten Wohnungen", so die Feuerwehr. 

Brandstiftung in Iserlohn: Stadtwerke unterstützen die Feuerwehr

Der Brand selbst sei schnell unter Kontrolle gebracht worden. Mittels eines Hochleistungslüfters habe man das Gebäude rauchfrei gemacht.

Die Stadtwerke unterbrachen zudem die Gas- und Elektrozufuhr. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis Mitternacht an. Dabei waren die Löschgruppe Stadtmitte und der Löschzug der Berufsfeuerwehr Iserlohn mit 28 Einsatzkräften vor Ort.

Noch während die Löscharbeiten an der Hindenburgstraße liefen, kam es zu einer weiteren Meldung über einen Feuerschein in der Grimmestraße in Iserlohn, berichtet die Feuerwehr. Ein Feuer in einer Feuerschale fanden die Einsatzkräfte der Löschgruppe Bremke dort vor. Ein Eingreifen war nicht erforderlich und der Einsatz war schnell abgearbeitet. 

Zur Grundschutzsicherung besetzen die Funkgruppe, Löschgruppe Letmathe mit der Drehleiter, Bremke und Obergrüne der freiwilligen Feuerwehr die Feuerwache an der Dortmunder Straße.

Im MK musste die Feuerwehr vergangene Nacht mehrmals wegen Bränden ausrücken - auch in Altena.

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